Dreijahresplan Teil A (mehrjährig)

 Schulsprengel Innichen

Dreijahresplan des Bildungsangebotes 2020/21 – 2022/23

Inhalt

1.1 Standort

1.2 Organigramm Schulsprengel

2.1 Gesellschaft und Schule

2.2 Unterricht und Erziehung

2.3 Qualität des Unterrichts

2.4 Erziehungsziele

2.5 Zusammenarbeit Schule – Elternhaus

4.1 Gesundheitsfördernde Schule

4.2 Lesefreundliche Schule

4.3 Sprachenfördernde Schule

4.4 Inklusive Schule

4.5 Begabungs- und Begabtenförderung

4.6 Curriculare Planung

4.7 Kooperative Lernformen

4.8 Fächerübergreifender Bereich KIT

4.9 Berufswahlorientierung

4.10 Verkehrserziehung / Mobilitätsbildung

4.11 Hausaufgabenbegleitung

4.12 OGTK – Offene Ganztagsklasse

4.13 Sprachförderung DAZ für Schüler/-innen mit Migrationshintergrund

4.14 Sprachkurs Deutsch für Schüler/-innen italienischer Muttersprache

4.15 Bildungsaufgaben / Themenzentrierte Aufgabenpakete

4.16 Altersgemischtes Lernen (AGL)

4.17 Sozialpädagogische Projekte

4.18 Unterricht im Netzwerk mit anderen Schulen oder Bildungseinrichtungen

5.1 Frühförderung und Entwicklungsbegleitung

5.2 Vielfalt im Verhalten

5.3 Krisenintervention

5.3.1 Care-Team

5.3.2 ZIB

5.4 DAZ – Deutsch als Zweitsprache

5.5 Supervision und Intervision

5.6 Begleitung für Lehrpersonen mit geringer Unterrichtserfahrung

5.7 Tutoren/Tutorinnen für Lehrpersonen im Berufsbildungs- bzw. Probejahr und in der Berufseingangsphase

5.8 Erweiterung der Fördermaterialiensammlung/en zu den Bereichen

5.9 Schulbibliotheken (siehe Teil C)

5.10 Leseförderung

5.11 Personalentwicklung zum Aufbau interner Stützsysteme (siehe Teil C)

5.12 Koordinatoren/Koordinatorinnen für das Schulprogramm laut LKV, Art. 13, andere Koordinierungsaufträge (siehe Teil C)

5.13 Arbeits- und Fachgruppen (siehe Teil C)

5.14 Pädagogische Abteilung und Pädagogisches Beratungszentrum (PBZ)

5.15 Projektbegleiter/-innen des Schulverbundes Pustertal

5.16 Externe Experten/Expertinnen

5.17 Schulinterne Fortbildung SCHILF (siehe Teil C)

6.1 Individuelle Lernberatung

6.2 Dokumentation der Lernentwicklung und Kompetenzerweiterung

6.3 Wahlmöglichkeiten im Unterricht

6.4 Curriculum der Schule

6.4.1 Fachcurricula mit LIG

6.4.2 Curriculum KIT

6.4.3 Methodencurriculum TOUE

7.1 Grundschule (Beschluss SR vom 27.05.2019)

7.2 Mittelschule (Beschluss SR vom 27.05.2019)

10.1 Schulordnung Mittelschule

10.2 Schulordnung Grundschulen

10.3 Schulordnung und neue Lernkultur

10.4 Schulordnung und externe Lernorte

11.1 Rahmenstundenpläne (Beschluss Nr. 02 vom 29.04.2019)

11.2 Schülerbeiträge (Beschluss des Schulrates Nr. 09 vom 15.11.2017)

11.3 Klassenbildung bei Parallelklassen (Beschluss Nr. 15 vom 12.10.2016)

11.4 Unterrichtsbegleitende Veranstaltungen (Beschluss Nr. 11 vom 08.11.2013)

11.5 Anerkennung außerschulischer Bildungsangebote

11.6 Disziplinarmaßnahmen (Beschluss des Schulrates Nr. 01 vom 23.02.2010)

12.1 Persönlicher Fortbildungsplan der Lehrpersonen

12.2 Schulinterne Lehrerfortbildung SCHILF

13.1 Qualitätskonzept (Beschluss SR Nr. 8 vom 31.05.2018)


1 Wer sind wir

1.1 Standort

Der Schulsprengel Innichen befindet sich im Hochpustertal und umfasst 5 Schulstellen im Einzugsgebiet der Gemeinden Innichen und Sexten.

Grundschulen    Innichen

Vierschach

Winnebach

Sexten

Mittelschule      Innichen

1.2 Organigramm Schulsprengel

Organigramm SSP Innichen
Organigramm SSP Innichen

2 Prämissen
2.1 Gesellschaft und Schule

Veränderung und Entwicklung laufen in der heutigen Zeit mit großer Geschwindigkeit ab. Für unsere Epoche kennzeichnende Umbrüche sind beispielsweise die zunehmende Pluralisierung der Lebensformen mit einem sich ständig wandelnden Werteverständnis. Die immer stärker werdende Konsumorientierung, die Entwicklungen in den Bereichen der Informations- und Kommunikationstechnologien, die wirtschaftliche Internationalisierung, aber auch die sich abzeichnenden ökologischen und sozialen Grenzen des Wirtschaftswachstums müssen aufgezeigt werden.

Durch diese Schnelllebigkeit ergeben sich Veränderungsprozesse und somit müssen auch die Schule und die Bildungspolitik eine Weiterentwicklung vornehmen.

Lernen ist ein aktiver Vorgang, der sich immer individuell vollzieht und der auf Vorwissen und bereits Gelerntem aufbaut. Die Schule verlagert den Fokus vom Unterrichten zum Lernen, von der Reproduktions- zur Handlungskompetenz. Schlüsselkompetenzen sind Grundlagen für die erfolgreiche Lebensgestaltung. Dazu gehören u.a.:

·       die Kreativität

·       die Flexibilität

·       das vernetzte Denken

·       die Lernkompetenz

·       die Eigeninitiative

·       die Planungskompetenz

·       die Kommunikations- und Kooperationskompetenz

·       die Problemlösungskompetenz

·       der Umgang mit Informationen und Wissen

 

Der Schule ist wichtig, dass sich die Schüler/-innen in ihrer Persönlichkeit voll entfalten können. Sie sollen ihre Identität bejahen und ihr Fühlen und Denken mitteilen können. Die Schule zielt auf die Erweiterung der Selbst- und Sozialkompetenz und die Entwicklung von Reflexions- und Kritikfähigkeit ab und versucht die Voraussetzungen für ein lebensbegleitendes Lernen zu schaffen. Sie baut die Haltung auf, Unterschiede der Personen und Kulturen als Reichtum zu verstehen und dem Anderssein mit Respekt und Toleranz zu begegnen.

Die Grundschule fördert durch einen ganzheitlichen Ansatz den Erwerb der unterschiedlichen Ausdrucksformen und der Kulturtechniken. Sie schafft die Rahmenbedingungen für die Auseinandersetzung mit verschiedenen Lernbereichen zur Erweiterung der grundlegenden Kompetenzen und zur Erschließung der Welt. Gleichzeitig ermöglicht sie soziale Erfahrungen bezüglich des Lebens in der Gemeinschaft.

Die Mittelschule fördert durch fachspezifischen und fächerübergreifenden Unterricht die Erweiterung und Vertiefung der Kenntnisse, Fertigkeiten, Haltungen und Kompetenzen, insbesondere auch jener, sich in Bezug auf die eigene Lebensplanung zu orientieren.

Kinder und Jugendliche müssen lernen

·       über sich selbst nachzudenken, die eigenen Fähigkeiten zu erkennen und bei Bedarf auch Hilfe zu suchen;

·       ihrer Persönlichkeit auf vielfältige Art Ausdruck zu verleihen;

·       sich für die Zusammenarbeit mit den anderen zu öffnen und durch persönlichen Einsatz zur Verwirklichung einer humanen Gesellschaft beizutragen;

·       die eigenen Handlungen und Verhaltensweisen und die der anderen auf der Grundlage geeigneter Beurteilungsinstrumente einzuschätzen;

·       bei der Bewältigung von Anforderungen auf vorhandenes Wissen, auf Erfahrungen und Strategien zurückzugreifen, sich erforderliches Wissen anzueignen, Zusammenhänge zu erkennen, angemessene Handlungsschritte zu planen und Entscheidungen zu treffen umso alltägliche Problemlösungen kompetent herbeiführen zu können;

·       ethische, demokratische und soziale, kulturelle und ästhetische Werte zu erkennen.

Die Schule versucht anhand folgender Instrumente und Maßnahmen die Individualisierung und Personalisierung des Lernens zu fördern:

·       individuelle Lernberatung

·       Dokumentation und Reflexion der Lernentwicklung und Kompetenzerweiterung unter Einbezug der Schüler/-innen

·       Wahlmöglichkeiten

2.2 Unterricht und Erziehung

Wir sehen Schule als einen Ort des Lernens und der Erziehung.

Lehrer/-innen und Schüler/-innen sollen sich in der Schulgemeinschaft wohl fühlen.

Die Schule soll auf das Leben als Erwachsene/r vorbereiten, Freude und Neugierde am Leben fördern und die Grundlage lebenslangen Lernens bilden.

Lehrpersonen sind sich ihrer Vorbildfunktion bewusst und nehmen den Bildungsauftrag ernst.

Die Schüler/-innen sollen ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten entsprechend gefördert werden. Ihre Neigungen und Vorlieben werden dabei respektiert. Ziel ist der größtmögliche individuelle Kompetenzerwerb.

Die Schüler/-innen lernen anhand verschiedener Instrumente ihren Lernweg zu dokumentieren und zu reflektieren.

Wir sehen die Eltern als Hauptverantwortliche in der Erziehungsarbeit und wollen ihnen in dieser wichtigen Aufgabe partnerschaftlich zur Seite stehen.

Die Qualität des Unterrichts ist uns ein großes Anliegen.

2.3 Qualität des Unterrichts

bedeutet für uns

·       Freude am gemeinsamen Lernen wecken

·       Offensein für Innovationen

·       Methodenvielfalt im Sinne von Ausgewogenheit zwischen anschaulichem und praktischem Lernen mit Einsatz offener Lernformen (Werkstattarbeit, Arbeit an Stationen, Projektunterricht, freie Arbeit, Planarbeit, kooperative Lernformen usw.) und bewährten traditionellen Lernformen

·       ein solides Einzelwissen als Basis für das Erkennen von Querverbindungen und Zusammenhängen

·       kompetenzorientiertes und problemlösendes Lernen

·       dialogisches Lernen

·       Anbahnung und Aufbau digitaler Kompetenzen

·       Erwerb von Kompetenzen zur selbstständigen Wissensaneignung

·       Förderung der Schüler/-innen durch gezielte Differenzierung, Berücksichtigung der unterschiedlichen Erfahrungs- und Lebenswelt/en der Kinder und Jugendlichen

·       Berücksichtigung des guten Willens der Schüler/-innen mit besonderen Bedürfnissen

·       Förderung besonderer Begabungen / besonders Begabter

·       Förderung der Eigenverantwortung aller

·       Aneignen grundlegender, auch sozialer Kompetenzen

·       jede Lehrperson nimmt auch ihren Erziehungsauftrag wahr

·       auch Lehrende verstehen sich als Lernende

·       eine transparente, kompetenz- und förderorientierte Schüler*innen-Bewertung

·       dem schulischen Integrationsauftrag bezüglich Vielfalt im Lernen und Verhalten gerecht zu werden

·       Individualisierung und Personalisierung des Lernens durch Darbietung vielfältiger Wahlmöglichkeiten, einer individuellen Lernberatung, der Dokumentation von Lernentwicklung und Kompetenzerweiterung unter Einbezug der Schüler/-innen

2.4 Erziehungsziele

Damit wir dem Erziehungs- und Bildungsauftrag gerecht werden, wollen wir folgende Erziehungsziele verwirklichen:

im Bereich der Selbstkompetenz

Ziele

Maßnahmen

Interesse und Motivation wecken und steigern

·      Abwechslungsreiche Unterrichtsformen und Inhalte

·      Schüler/-innen bei der Themenauswahl und Planung mit einbeziehen

·      Dem Einzelnen helfen, seine Fähigkeiten, Neigungen und besonderen Begabungen zu entdecken

Selbstständigkeit und Eigenständigkeit fördern

·      Erteilung individueller Arbeitsaufträge

·      Autonomes Arbeiten, z.B. Werkstattarbeit, Planarbeit…

·      Strategien entwickeln lernen, sich eigenständig Hilfe zu holen

·      Eigene Lösungswege suchen

Verantwortungsbewusstsein und Verantwortungssinn entwickeln

·      Verantwortung für das eigene Lernen tragen

·      Mitwirken bei schulischen Aktivitäten

·      Verantwortung in der Klasse übertragen (Klassendienst, Ordnungsdienst...)

·      Das Eigentum aller respektieren und Ordnungssinn entwickeln

·      Verantwortungsvoll mit neuen Medien bzw. neuen Technologien umgehen

Kooperationskompetenz entwickeln

·      Umsetzen kooperativer Lernformen

·      Sozialformen des Lernens: Partner- und Gruppenarbeiten

·      Dialogisches Lernen

Lernkompetenzen entwickeln

·      Einüben von Lerntechniken

 

im Bereich der Sozialkompetenz

Ziele

Maßnahmen

Achtung vor den anderen

 

Vertrauen fördern

 

Toleranz, Hilfsbereitschaft und Rücksicht üben

·      Pflege der Umgangsformen

·      Rücksicht und Toleranz vorleben und üben

·      Vertrauen zu Schülern/Schülerinnen aufbauen als Grundlage für ein angenehmes Klima

·      Gespräche mit den Schülern/Schülerinnen führen

·      Pünktlichkeit

·      Mitverantwortung für alle Schüler/-innen

·      Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft

·      Kritik angemessen üben

·      Teamfähigkeit fördern

Einhalten von Gesprächsregeln, Kommunikationskompetenz fördern und stärken

·      Zuhören lernen (auch aktives Zuhören)

·      Grundregeln der Diskussion besprechen (Diskussionsregeln aufstellen)

·      Gesprächsregeln beachten

·      Rückfragen stellen

·      Gehörtes wiederholen

Einhaltung aufgestellter Regeln

·      Auf Schulordnung hinweisen, Regeln begründen

·      Schulordnung soll für alle Schüler/innen und Lehrpersonen gelten

·      Regeln gelten für alle

·      Disziplin schaffen

·      Auf angemessenes Verhalten in der Klasse und im Pausenhof achten

·      Konsequenz und Eindeutigkeit bei Regelverstößen

Ehrlichkeit

·      Für sein Verhalten einstehen

·      Fehlverhalten zugeben

·      Sachlich und offen über Fehlverhalten sprechen, Gründe erörtern

 

im Bereich der Sachkompetenz

Ziele

Maßnahmen

Sichere Beherrschung kultureller Basiswerkzeuge

 

Vermittlung von Fachkenntnissen,

Grundfertigkeiten und Schlüsselqualifikationen

 

Aneignung eines soliden Grundwissens als Basis tragfähiger Kompetenzen

·      Techniken der Wahrnehmung vermitteln und dazu beitragen, dass Wirkungsweisen durchschaut u. Folgen von Handlungen abgeschätzt werden können

·      Lerntechniken und Lernmethoden einüben und sichern

·      Methoden der Informationsgewinnung und -verarbeitung einüben

·      Strategien lernen, sich eigenständig Hilfe zu holen

·      Kulturtechniken einüben

·      Erlernen eines Fachwortschatzes

·      Fachausdrücke verwenden

·      Neue Medien im Unterricht gezielt einsetzen

Sprachkompetenz steigern

·      Ausdrucksvermögen schulen

·      Einfach, klar und sachgerecht sprechen

·      Gelerntes mit eigenen Worten wiedergeben

Denk- und Urteilsfähigkeit schulen

 

Wahrnehmungs- und Auffassungsfähigkeit erweitern

 

Kritisches Denken anbahnen

·      Lernen in Zusammenhängen (fächerübergreifend)

·      Auseinandersetzung mit lebensrelevanten Fragen und Themen

·      Das Wesentliche eines Textes erfassen lernen

·      Arbeitsaufträge verstehen

·      Merkfähigkeit steigern

·      Kritikfähigkeit fördern

Förderung der Kreativität

·      Eigene Lösungswege suchen lernen

 

2.5 Zusammenarbeit Schule – Elternhaus

Schule kann nur dann eine Stätte der Erziehung und der Begegnung sein, wenn im Verhältnis zwischen Eltern, Lehrpersonen und Schülern/Schülerinnen ein Klima des Vertrauens, der Offenheit, der Toleranz, des Respekts und der gegenseitigen Annahme herrscht.

Gespräche sollen nicht nur zufällig und aus einer Notlage herausgeführt werden, auch positive Dinge sollen zu Gesprächsanlässen gemacht werden.

Eine gute Zusammenarbeit zwischen den Erziehungspartnern ist aus mehreren Gründen wünschenswert. Dabei spielt die Lernberatung eine wichtige Rolle, durch die der Kontakt zwischen Schule und Elternhaus gepflegt wird.

Dies ist wichtig

·    um die Ziele für die Erziehungs- und Bildungsarbeit umzusetzen

·    damit die Lehrpersonen die Lebensumwelt der Schüler/-innen besser kennen lernen und sie in ihrer Planung berücksichtigen können

·    weil Beobachtungen aller am Erziehungsprozess Beteiligten bedeutsam sind, damit man der Intention der förderorientierten Bewertung besser gerecht wird

 

Eltern als Partner ernst nehmen heißt aber auch, klar zu definieren

·    was die Schule leisten kann und was nicht

·    welchen Beitrag man von ihnen erwartet

·    welche Möglichkeiten und Grenzen der Schüler/die Schülerin hat

 

Mit Eltern zusammenarbeiten heißt zudem

·    regelmäßige Information der Eltern, u. a. durch einen Elternbrief, auf der Homepage...

·    gemeinsame Fortbildung

·    gemeinsame Projektplanung

·    Vereinbarungen ernst zu nehmen

 

 

Beschwerdemanagement: Eltern wenden sich in Beschwerdefällen immer zuerst an die betreffende/n Lehrperson/en. Besteht weiter Klärungsbedarf wenden sie sich an die Direktion. Dasselbe gilt für Beschwerden von Lehrerseite.

3 Leitbild und Leitsätze

Der Schulsprengel Innichen möchte eine Gemeinschaft von Schulen sein, in der sich alle Beteiligten wohl fühlen, sich weiterentwickeln können und in der ein angenehmes und anregendes Lernklima herrscht. Um das zu erreichen

streben wir an

·    eine gute Kommunikation zwischen allen Schulpartnern
      Wir reden offen miteinander und versuchen Konflikte gemeinsam und fair zu lösen.

bauen wir auf

·    gegenseitige Achtung und Vertrauen
      Wir verhalten uns solidarisch und respektieren die Meinungen und Überzeugungen der anderen.

bieten wir

·    eine fachlich fundierte Ausbildung

·    die Vermittlung von Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kompetenzen

·    einen abwechslungsreichen Unterricht und Methodenvielfalt, damit die Schüler/innen im Sinne von Bildungsgesetz, Rahmenrichtlinien und Schulcurriculum ihren Fähigkeiten entsprechend gefördert werden können
      Wir versuchen Schüler und Schülerinnen individuell zu fördern.
      Wir verlangen von ihnen Leistungsbereitschaft, Einsatz und Fleiß.

legen wir Wert auf

·    Praxisbezug und lebensnahes Lernen

·    Kritikfähigkeit

·    soziales Engagement, Integrationsfähigkeit und Weltoffenheit

·    Verantwortung gegenüber Gesellschaft und Natur

·    selbstbewusstes Verhalten und selbstverantwortliches Lernen

·    eine gute Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus
Wir setzen Wissenserwerb, Kompetenzerwerb und Persönlichkeitsentwicklung miteinander in Beziehung und fördern die Selbsteinschätzung der Schüler/innen.

Vision/en

Unsere Schule vertritt einen ganzheitlichen Bildungsbegriff.

·    Unsere Schule versteht sich als GESUNDHEITSFÖRDERNDE SCHULE
      Positive Erfahrungen sind nachhaltig („lebenslänglich“); unsere Schulgemeinschaft wird gestärkt.

·    Unsere Schule versteht sich als LESEFREUNDLICHE SCHULE
      Lesemotivation und Lesekompetenz werden gleichermaßen gefördert.

·    Unsere Schule versteht sich als SPRACHENFÖRDERNDE SCHULE
      Wir wählen nachhaltige Formen des Sprachenlernens.

·    Unsere Schule versteht sich als INKLUSIVE SCHULE

      Wir arbeiten gleichermaßen an Schwächen und Begabungen unserer Schülerinnen und Schüler.

·    Unsere Schule versteht sich als KREATIVE SCHULE
      Künstlerischem und musikalischem Gestalten wird im curricularen und außercurricularen Unterricht viel      Raum beigemessen.

 

·    Unsere Schule versteht sich als DENK(ER)SCHULE
      Wir setzen gezielte Initiativen im Bereich MINT.

4 Klassen- und schulübergreifende Initiativen

4.1 Gesundheitsfördernde Schule

„Gesundheit ist ein Weg, der sich bildet, wenn man ihn geht und gangbar macht.“ (Heinrich Schipperges, Medizinhistoriker)

Der Schulsprengel Innichen bemüht sich um eine Lernkultur, die von gesundheitsfördernden Merkmalen gekennzeichnet ist.

Die Lebenswelten und Lebensweisen der Schüler sollten so organisiert werden, dass diese ein Beitrag für eine ganzheitliche, gesunde schulische Entwicklung sind.

Ein weiterer Schwerpunkt sollte auch die Lehrergesundheit sein.

Folgende Ideen bzw. Inhalte könnten bei der Planung an den jeweiligen Schulstellen behilflich sein.

Lebensweisen: z.B. gesunde Ernährung (Schulobst, Wasser trinken, Bäckerknäcke…), Bewegungspausen, Projekt „Gesunder Rücken“, Unterrichtsmethoden „Bewegtes Lernen“…

Lebenswelten: z.B. Vorbereitung der Übertritte (Kindergarten – Grundschule sowie Grundschule – Mittelschule), Sozialkompetenzen stärken (soziales Lernen – Kartei „Miteinander klarkommen“, kooperatives Lernen, Leitfaden „Mobbing“), gesunder Umgang mit Medien, Angebote aus der Offenen Ganztagsklasse, Maßnahmen zur Prävention (u.a. auch in Zusammenarbeit mit dem Jugenddienst, dem Pädagogischen Beratungszentrum Bruneck usw.)

Lehrergesundheit: Die Arbeitsgruppe bemüht sich, jährlich Fortbildungs- und Freizeitangebote zu planen, die gesunde Arbeitsbedingungen fördern sollten.

Ein weiterer Schwerpunkt soll auf eine positive Kommunikation zwischen den jeweiligen Schulstellen (GS und MS) gelegt werden. Diese sollte auf gegenseitigem Respekt und Wertschätzung beruhen.

4.2 Lesefreundliche Schule

Lernumgebung Schulbibliothek

Das Herzstück unserer lesefreundlichen Schule ist die Schulbibliothek Medientreff 3. Sie befindet sich an einem zentral gelegenen Ort, an dem die Gebäude der WFO und der MS Innichen aneinandergrenzen, und ist somit für Oberschüler/-innen und Mittelschüler/-innen sowie für das Lehrpersonal beider Schulen leicht und während der Unterrichtszeit immer zugänglich.

Laut dem Schulbibliotheksmanifest der UNESCO ist es Aufgabe der Schulbibliothek, „Informationen und Ideen zur Verfügung zu stellen, die grundlegend für ein erfolgreiches Arbeiten in der heutigen informations- und wissensbasierten Gesellschaft sind. Die Schulbibliothek vermittelt den Schülern die Fähigkeit zum lebenslangen Lernen, entwickelt ihre Phantasie und befähigt sie so zu einem Leben als verantwortungsbewusste Bürger.“ Mehrere Studien haben bewiesen, dass Lernende, die regelmäßig Schulbibliotheken nutzen, bei den Vergleichstests zur Lesekompetenz bis zu 18% besser abschnitten als Schüler/-innen an Schulen ohne Bibliothek.

Die Schulbibliothek „Medientreff 3“ setzt sich folgende Ziele:

·    Es werden Bücher, Zeitschriften und digitale Medien (DVDs, CDs, CD-ROMs) für alle Schülerinnen und Schüler des Schulsprengels bereitgestellt und es besteht die Möglichkeit der Nutzung des Internets als Informationsangebot.

·    Der „Medientreff 3“ ist ein Unterrichts- und Lernort. Die Schüler/-innen erhalten Angebote zum Erlernen der Informations- und Recherchekompetenzen und Einführungen in die Bibliotheks- und OPAC-Benutzung. Des Weiteren werden Unterrichtseinheiten verschiedener Art angeboten, damit die Schüler/-innen die erworbenen Kompetenzen individuell anwenden und verbessern können (Gruppenarbeiten, Vorbereitung von Referaten und Facharbeiten, persönliche Recherche, Verfassen von Lesejournalen, Vorlesepatenschaften, Wahlpflichtfächer, Stationenarbeiten mit Medienpaketen etc.).

·    Die Lesefertigkeit und Lesemotivation werden durch Autorenbegegnungen, Buchvorstellungen, „unverschultes“ Lesen und regelmäßiges Lesetraining gefördert.

·    Das Bibliotheksteam erstellt jährlich das Tätigkeitsprogramm, welches vom Bibliotheksrat genehmigt wird.

·    Die Bibliothek ist ein schulisches Dokumentationszentrum. Zu diesem Zweck werden Materialien und Dokumente aus dem Unterricht und dem Schulsystem gesammelt. Dazu gehören: Präsentationen bzw. Dokumentationen von durchgeführten Projekten, die Sammlung von Projektunterlagen (z. B. Recherche „Altes Ägypten“ oder „Europa“, „Lesebuffet“ – Umgang mit Sachtexten) und Publikationen der Schulen.

·    Dem Vernetzungs- und Kooperationsgedanken wird Rechnung getragen, indem sowohl mit der Innichner Gemeindebibliothek Peter Paul Rainer, der Sextner Bibliothek Claus Gatterer als auch mit der WFO und den Grundschulen im Sprengel regelmäßig zusammengearbeitet wird (Planung und Durchführung gemeinsamer Veranstaltungen, Absprache bezüglich Bibliotheksdidaktik und Besprechung bzw. Abstimmung des Bestandsaufbaus).

·    Außerdem sind die Schulbibliotheken der Schulsprengel Innichen, Toblach, Welsberg und jene der WFO Innichen im Bibliotheksdienst Hochpustertal zusammengeschlossen und führen gemeinsame Aktionen durch (z. B. Wissenswettbewerb „Wissmos“, Buchpräsentationen, Austausch von Buchpaketen).

Der Schulbibliothek Medientreff 3 steht eine hauptamtliche Schulbibliothekarin im Ausmaß von 19 Wochenstunden zur Verfügung.

4.3 Sprachenfördernde Schule

Integrierte Sprachendidaktik / ESP / CLIL-nahe Ansätze / Innovative Projekte zum Sprachenlernen

Die Schule bemüht sich um die Umsetzung aktueller didaktischer Ansätze zum Spracherwerb. In diesem Zusammenhang werden folgende Initiativen gesetzt:

·    Zwei- und dreisprachige Initiativen bzw. Angebote in der Grundquote, Pflichtquote oder im Wahlbereich

·    Neuausrichtung des didaktischen Konzepts an der Grundschule Winnebach mit Schwerpunkt „Integrierende Mehrsprachendidaktik“ (IMSD)

·    Gemeinsame Angebote mit der italienischen GS Innichen im Wahlbereich, auf Projektbasis auch in der Grund- und Pflichtquote

·    Schul- und Klassenpartnerschaften

·    CLIL– nahe Ansätze

·    Vergabe eines Koordinierungsauftrags zum Thema

·    SCHILF zum Thema

·    Gruppenunterricht Italienisch / Englisch in den 3. Klassen der MS

·    Theaterpädagogische und handlungsorientierte Ansätze der Sprachförderung

·    Materialienpool (digital und in Papierform) mit Unterrichtseinheiten bzw. -materialien zur integrierten Sprachendidaktik

4.4 Inklusive Schule

Umgang mit Vielfalt – Kriterien

Unsere Gesellschaft und unser Schulalltag sind von zunehmender Vielfalt geprägt. Es ist unsere Aufgabe, diesen Unterschiedlichkeiten konstruktiv und kompetent zu begegnen und als Schulgemeinschaft der Vielfalt menschlicher Ausdrucksformen einen besonderen Wert zu geben.

Um diese Aufgabe mit Freude und Erfolg bewältigen zu können, holen wir uns Unterstützung vom Psychologischen Dienst, vom Dienst für Kinderrehabilitation, vom Pädagogischen Beratungszentrum, beim Sozialsprengel und beim Sprachenzentrum.

Für Kinder mit besonderen Bedürfnissen haben sich bisher folgende Bemühungen bewährt:

bezüglich Zusammenarbeit zwischen Familie und Schule:

·    basierend auf einer offenen und ehrlichen Kommunikation tauschen sich Eltern und Lehrer/-innen über die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen aus

·    wir geben Platz und Raum für Sorgen und Freuden, für Ideen und Vorschläge

·    miteinander suchen wir nach individuellen Lösungen und Maßnahmen, vereinbaren gemeinsam die individuellen Bildungsziele und klären dabei auch die Zuständigkeiten

·    je nach Erfordernissen werten wir die vereinbarten Ziele öfters, mindestens jedoch einmal pro Schuljahr, aus und erweitern oder verändern sie gegebenenfalls

·    bei Bedarf kontaktieren wir die Logopädin oder Ergotherapeutin, um Übungen aus dem Unterricht und Übungen aus Logopädie und Ergotherapie aufeinander abzustimmen, sinnvoll zu ergänzen oder weiterführen zu können, oder begleiten Kinder direkt zu den Therapiestunden

·    den Individuellen Bildungsplan zu Beginn jedes Schuljahres erstellen wir zusammen mit den Fachkräften der Dienste, den Lehrpersonen und den Eltern und evaluieren ihn im 2. Halbjahr

 

bezüglich Unterrichtsalltag:

·    Lehrpersonen, Integrationslehrpersonen und Mitarbeiter/-innen für Integration arbeiten zusammen und sprechen sich regelmäßig ab

·    wir bieten einen Unterricht, der das personalisierte Lernen innerhalb der Klassengemeinschaft zulässt (durch unterschiedliche Unterrichtsformen wie Freie Arbeit, Werkstätten, Projektunterricht, sowie durch Wahlpflicht- und Wahlangebote) im sinnvollen Wechsel mit einem Unterricht in Einzelsituation oder in Kleingruppen, auch unter Nutzung kooperativer Lernformen, zur optimalen individuellen Förderung

·    wir arbeiten mit geeignetem Material zur Erarbeitung, Veranschaulichung und zur Vertiefung der Lerninhalte

·    wir ermöglichen Übungen zum bewussten Umgang innerhalb des Spannungsfeldes zwischen Ich und Wir, zwischen dem Individuum mit seinen ganz eigenen Bedürfnissen, Stärken, Schwächen und seinem Bedürfnis nach Zugehörigkeit zu einer Gruppe, einer Schulklasse (soziales Lernen)

 

bezüglich Zusammenarbeit mit den Diensten:

·    wir tauschen uns über die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen, über ihre Fortschritte und ihren spezifischen Förderbedarf aus

·    bei Bedarf kontaktieren wir die Logopädin oder Ergotherapeutin, um Übungen aus dem Unterricht und Übungen aus Logopädie und Ergotherapie aufeinander abzustimmen, sinnvoll zu ergänzen oder weiterführen zu können

·    wir besprechen und nutzen die Ergebnisse aus Diagnoseverfahren für eine effektive Förderung, ohne den ganzheitlichen Blick auf das Kind zu verlieren

·    bei Bedarf kontaktieren wir die Logopädin oder Ergotherapeutin, um Übungen aus dem Unterricht und Übungen aus Logopädie und Ergotherapie aufeinander abzustimmen, sinnvoll zu ergänzen oder weiterführen zu können, oder begleiten Kinder direkt zu den Therapiestunden

·    den Individuellen Bildungsplan zu Beginn jedes Schuljahres erstellen wir zusammen mit den Fachkräften der Dienste, den Lehrpersonen und den Eltern und evaluieren ihn im 2. Halbjahr

 

Bei Kindern mit Migrationshintergrund erstellen wir mit Hilfe einer Sprachstandsermittlung einen persönlichen Bildungsplan (IBP) für jedes Kind. Am Vormittag, während der Schulzeit, erhalten diese Kinder, besonders im Falle von Neuaufnahmen in das deutschsprachige Bildungssystem, für einige Stunden Einzelförderung in und außerhalb der Klassengemeinschaft. Nachmittags oder während der Ferien können sie im Rahmen des Netzwerkes mit dem Sprachenzentrum, aber auch im Rahmen interner Ressourcen, Sprachkurse besuchen. Die Sprachlehrer/-innen treffen sich regelmäßig, um Informationen auszutauschen. Sie arbeiten mit den Klassenlehrer*innen, dem Sprachenzentrum und bei Bedarf mit interkulturellen Mediatoren zusammen.

Die Fähigkeit, ganzheitlich und gleichzeitig differenziert die Stärken und Schwächen der Schüler/-innen wahrzunehmen, der Austausch über diese Wahrnehmungen und die Kenntnis um die Lernmöglichkeiten der Schüler/-innen, bilden die Voraussetzung, Bildungsziele festlegen, Maßnahmen planen und das Kind so gut wie möglich begleiten zu können. Es ist unser Anliegen, den Kindern geeignete und vielfältige Wege für ihre Lernerfolge zu bereiten und einen Beitrag zu leisten, die Lernfreude zu wecken und zu erhalten.

Durch eine enge Zusammenarbeit aller am Erziehungsprozess der Kinder Beteiligten, bemühen wir uns um das Ziel einer bestmöglichen Teilhabe am Leben der Gemeinschaft für Kinder mit besonderen Bedürfnissen sowie für Kinder mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund.

Wir verstehen uns als inklusive Schule und orientieren uns in unserem Entwicklungsprozess am Index für Inklusion.

Auf dieser Grundlage werden Evaluationsthemen definiert, Ergebnisse interpretiert und Maßnahmen abgeleitet. Die Ableitungsphase aus dem mehrjährigen Evaluationszyklus zum Thema "An alle Schüler/-innen werden hohe Erwartungen gestellt" hat zur Empfehlung folgender Maßnahmen geführt:

·         Lernende tragen sich selbstständig in einen Prüfungskalender ein, um Versagensängsten vorzubeugen, planendes Handeln und realistische Selbsteinschätzung aufzubauen

·         Lernenden die Möglichkeit geben, ihr Potenzial zu zeigen - eine Grundhaltung unserer Schule

·         das Lernen lernen, um Selbstwirksamkeit zu erfahren

·         Lernberatung als unterstützendes Instrument 

·         Lernfortschritte zum Thema machen

·         Lernreflexion mit Vorlesen gelungener Texte, Präsentieren geglückter Werkstücke, Bilder...

·         Soziales Lernen und kooperative Lernformen

4.5 Begabungs- und Begabtenförderung

Begabungs- und Begabtenförderung stellt den inhaltlichen Schwerpunkt unseres Dreijahresplans dar (siehe Teil B). Entsprechend nennt sich das Leitziel "Die Schülerinnen und Schüler können ihre Begabung/en voll entfalten."

Es geht nicht um das Heranbilden von Eliten, sondern um die Herbeiführung und Etablierung eines stärkenorientierten Ansatzes mit Blick auf jede Schülerin/jeden Schüler auf der Grundlage eines inklusiven Bildungsverständnisses.

Ein inhaltlich breit angelegtes Angebot begründet durch ein ganzheitliches Bildungsverständnis dient ebenso der Umsetzung wie geeignete Lernarrangements. Hierzu zählen beispielsweise:

·         Fördermaßnahmen in der Lerngruppe

·         Schulinterne Angebote außerhalb der Lerngruppe

·         Förderung durch Akzeleration

·         Förderung durch außerschulisches Enrichment

·   ...

Die Arbeit an Teilzielen soll das Leitziel fassbarer machen:

·         An alle Schülerinnen und Schüler werden hohe Erwartungen gestellt.

·         Förderung von Lernreflexion und Selbsteinschätzung.

·         Individualisierung und Personalisierung von Lernprozessen.

Abgesehen von den im Entwicklungsplan vorgesehenen Arbeitsschritten und Maßnahmen haben sich folgende Initiativen im SSP Innichen bereits etabliert:

·       Die mobilen Fördermaterialiensammlungen für Grund- und Mittelschule sind ausbaufähig und können im Kernbereich, in der Pflichtquote und im Wahlbereich zur Anwendung kommen.  Im Haushalt des Schulsprengels sind eigene Mittel ausgewiesen.

·       Die Schulen geben Schüler/-innen die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten bei Leistungsvergleichen wie z.B. „Känguru der Mathematik“ mit denen anderer zu messen.

·       Schüler/-innen mit besonderen Begabungen bzw. deren Eltern werden auf Initiativen zur Begabungs- und Begabtenförderung auf Landesebene (z.B. „sapientia ludens“) hingewiesen. Die Information ergeht an alle Eltern. Falls erforderlich, werden Beratungsgespräche geführt.

·       Bei Verfügbarkeit der Ressourcen wird im Sinne des LG 12/2000, Art. 10 (erweitertes Bildungsangebot) ein entsprechendes Sommerangebot eingerichtet. 

·       Der SSP Innichen beteiligt sich an Angeboten zur Begabungs- und Begabtenförderung im Schulverbund (z.B. „pleinair“, „Viermeilenstiefel“, „Wattenmeer Dolomiten“, Schreibprojekt „Burg Heinfels“…)

·       Darüber hinaus gibt es für die Schüler/-innen der Mittelschule die Möglichkeit, schulübergreifende Angebote zur Begabungs- und Begabtenförderung im Kleinbezirk wahrzunehmen.

·       Mit dem SJ 2016/17 startet an der Mittelschule Innichen ein neues Konzept zur Begabungs- und Begabtenförderung im Fachbereich Mathematik. Klassenübergreifend werden gezielte Angebote für Begabte geschaffen. Ressourcen kommen fokussiert zum Einsatz. Mittlerweile wird die Anwendung des Konzepts in weiteren Fachbereichen (Deutsch, Italienisch, Englisch) erprobt sowie an alternativen Umsetzungsmöglichkeiten gearbeitet. Ressourcengebundene Initiativen werden im Stundenplan und in den Dienstplänen verankert.

·       Ein Lehrpersonentandem GS/MS hat die BIB Kursfolge besucht und bringt Impulse, Projektideen… zur Umsetzung des Entwicklungsbereichs im SSP ein. So werden z.B. vor Ort Tandems mit Schüler/-innen aus Grund- und Mittelschule zu den Bereichen Chemie/Physik eingerichtet.

·       An der Umsetzung des Leitziels des Dreijahresplans „Die Schülerinnen und Schüler können ihre Begabungen voll entfalten“ wird kontinuierlich gearbeitet. Dies geschieht unter Bezugnahme auf die Leitsätze unseres Schulsprengels (siehe Teil B).

Bei Angeboten und Projekten zur Begabungs- und Begabtenförderung kann die Aufsicht auch durch andere Aufsichtspersonen der eigenen Schule, Aufsichtspersonen anderer Schulen oder durch Externe erfolgen.

4.6 Curriculare Planung

Das Curriculum der Schule wird in der vorliegenden, evaluierten Form umgesetzt. Das Fachcurriculum Sport und Bewegung wurde im Hinblick auf das Schuljahr 2016/17 an den Vorschlag der Fachgruppe im Schulverbund angepasst. In Ergänzung dazu kommen die evaluierten Versionen unserer Instrumente zur kompetenzorientierten Bewertung zum Einsatz, die für die Mittelschule im Hinblick auf die Einführung des digitalen Lehrerregisters angepasst wurden. Gleichwohl ist der Evaluationsprozess des Curriculums der Schule als stetiger Prozess zu verstehen, der parallel zur Arbeit am Dreijahresplan des Bildungsangebotes in koordinierter Form erfolgt. Das Curriculum der Schule ist Teil des Dreijahresplans des Bildungsangebotes.

4.7 Kooperative Lernformen

·    GS: die Umsetzung gemäß Curriculum wird im Laufe der 5 Grundschuljahre angebahnt, wobei Zeitpunkt und Umfang im Ermessen der jeweiligen Klassenräte liegen.

·    MS: in den Klassen der Mittelschule werden kooperative Lernformen gemäß Curriculum umgesetzt. Ausmaß und Detailplanung obliegen den jeweiligen Klassenräten.

·    Lehrpersonen, die neu im Schulsprengel sind, werden jährlich im Rahmen der SCHILF in die Grundlagen kooperativer Unterrichtsformen eingeführt.

4.8 Fächerübergreifender Bereich KIT

·         Umsetzung des evaluierten KIT – Curriculums

·         Als fächerübergreifender Bereich wird KIT kollegial im Klassenrat auf der Grundlage des Curriculums der Schule geplant und die Planung in der Mappe des Klassenrates (GS) bzw. mit dem Jahresarbeitsplan des Klassenrates (MS) für alle Mitglieder des Klassenrates einsehbar abgelegt.

·         Für die Didaktik ist die Umstellung auf Office 2016 abgeschlossen.

·         Alle Schulen wurden im Zusammenhang mit der flächendeckenden Einführung des Betriebssystems Windows 10 mit aktualisierter Hardware ausgestattet.

·         Die Homepage des Schulsprengels Innichen dient dem Informationsfluss zwischen Schule und Umfeld sowie der Öffentlichkeitsarbeit.

·         Einige unserer Schulen verfügen über interaktive Tafeln bzw. Clevertouch-Displays. Die Klassen und Spezialräume der Mittelschule sind mit Projektor und Laptop bzw. mit Clevertouch und Laptop ausgestattet. Die Unterrichtsräume an allen Schulen sind vernetzt.

·         Neben der Grundschule Sexten sind mittlerweile auch die Schulen in Vierschach und Winnebach sowie der bestehende Teil der Mittelschule mit WLAN ausgestattet. Es handelt sich jeweils um begrenzte Hotspot-Lösungen mit einem bis vier Accesspoints.

·         Sowohl die Mittelschule als auch die Grundschule Sexten sind mit je einem Klassensatz Tablets ausgestattet, Vierschach und Winnebach mit jeweils einem Paket.

·         Für die Schüler/-innen der ersten Klassen der Mittelschule wird im Rahmen der Pflichtquote ein Computerbaustein (ca. 10 Einheiten) angeboten.

·         SCHILF und Praxisbegleitung

4.9 Berufswahlorientierung

Im Sinne des Landesgesetzes Nr. 5 vom 16. Juli 2008 und der Rahmenrichtlinien des Landes (BLR Nr. 81 vom 19.01.2009) setzt das Lehrerkollegium der Mittelschule Innichen die Berufswahlorientierung als wichtigen Punkt seiner pädagogischen Arbeit fest. Das gesamte Lehrerkollegium ist aufgefordert, sich in den verschiedenen Fächern mit diesem Thema zu beschäftigen und zusammen mit Schüler/-innen, den Eltern und dem wirtschaftlichen Umfeld der Schule Übergangskompetenzen kontinuierlich zu entwickeln. Periodische Lehrer- und Elternfortbildungen sollen Impulse liefern und zu einer effizienten Umsetzung befähigen. Eine Arbeitsgruppe, geleitet von der Koordinatorin für Berufswahlorientierung, organisiert die einzelnen Maßnahmen zur Orientierung der Schüler/-innen in Bezug auf den weiterführenden Bildungsweg: Initiativen in Zusammenarbeit mit den Berufsverbänden (LVH, HGJ, hds), Besuch verschiedener Berufsgruppen, Besuch von weiterführenden Schulen, Berufsinfothek Bruneck, Bildungsmesse Futurum. Mit dem zuständigen Berufsberater wird ein detailliertes Jahresprogramm erstellt einschließlich Klassenbesuchen, Sprechstunden an der Schule, Infotheksbesuchen, Informationsveranstaltungen für Eltern…

4.10 Verkehrserziehung / Mobilitätsbildung

Im Vorhaben, Kinder und Jugendliche zu bilden, bedeutet Verkehrserziehung, sie zu zivilem und demokratischem Zusammenleben zu erziehen. Die Schule bietet sich besonders gut an, um über gemeinschaftliches Miteinander nachzudenken und ist somit der geeignete Rahmen, um Jugendliche durch Nachforschungen und praktische Übungen mit realen Verhaltensregeln vertraut zu machen, die letztendlich dazu dienen, das Leben zu schützen.

Die Verkehrserziehung in der Grund- und Mittelschule soll ein ständiges Dazulernen, angepasst an das jeweilige Alter und die Fähigkeiten der Schüler/-innen, ermöglichen.

Verkehrserziehung als Teilbereich von LIG ist an den Schulen des SSP Innichen dem Unterrichtsfach Technik zugeordnet.

Als Initiativen mit Projektcharakter wird in den 3. Klassen der GS „Hallo Auto“ umgesetzt, in den vierten oder fünften Klassen der GS die Radfahrprüfung bzw. der Fahrradführerschein.

4.11 Hausaufgabenbegleitung

Sinnvolle und zielgerichtete Hausaufgaben bieten den Schüler/-innen die Möglichkeit, einen erarbeiteten Stoff zu festigen, zu vertiefen oder Arbeiten für die Schule vorzubereiten.

Von Oktober bis Mai bietet die Mittelschule Innichen zweimal wöchentlich im Rahmen des Wahlfaches für alle interessierten Schüler/-innen Begleitung beim Erledigen der Hausaufgaben an.

Hausaufgabenbegleitung stellt überdies einen fixen Baustein im Angebot der „Offenen Ganztagsklasse“ der Grundschule dar.

4.12 OGTK – Offene Ganztagsklasse

Grundschule

Die OGTK der Grundschule ist als klassen- und schulübergreifendes Projekt mit Unterstützungsfunktion für Schüler/-innen, Familien und letztlich für die Klassen bzw. Lerngruppen angelegt. Das Angebot richtet sich an mindestens 10 fix eingeschriebene Schüler/-innen, ist altersgemischt ausgerichtet und umfasst

·    Mensa und soziales Lernen – 1h

·    Hausaufgabenbegleitung – 1h

·    Sprache und Kunst – 1h

·    Sprache und Musik (Schulchor) – 1h

·    Offene Sportgruppe – 1h 20 min

 

Dieses Unterstützungsangebot findet zusätzlich zum Wochenstundenplan der Schüler/-innen 1 x wöchentlich,

u. z. jeweils mittwochs von 12:40 Uhr – 15:40 Uhr bzw. 16:00 Uhr, statt.

 

Mittelschule

Die OGTK der Mittelschule ist als klassenübergreifendes Projekt mit Unterstützungsfunktion für Schüler/-innen, Familien und letztlich für die Klassen bzw. Lerngruppen selbst angelegt.

Das Angebot richtet sich in der Regel an mindestens 10 fix eingeschriebene Schüler/innen, ist altersgemischt ausgerichtet und umfasst

·    Mensabesuch – 50 min

·    Hausaufgabenbegleitung – 1h

·    Kunstatelier – 2h

·    TechnikWerkstatt (freies Werken und kreatives Arbeiten am PC) – 2h

Dieses Unterstützungsangebot findet zusätzlich zum Wochenstundenplan der Schüler/-innen 1 x wöchentlich statt, u. z. jeweils montags von 13:10 Uhr – 15:00 Uhr bzw. bis 17:00 Uhr, statt.

Die Realisierung hängt von der Nachfrage und der Ressourcensituation ab.

4.13 Sprachförderung DAZ für Schüler/-innen mit Migrationshintergrund

Sprachförderung DAZ für Schüler/-innen mit Migrationshintergrund erfolgt z.T. in Zusammenarbeit mit dem Sprachenzentrum.

Angebote des Sprachenzentrums gibt es für Grund- und Mittelschüler/-innen ressourcenabhängig im Kernunterricht, in der Pflichtquote sowie im Rahmen von Nachmittagsveranstaltungen, wobei sich die Angebote auf die Niveaus A0 - A2 beschränken. Außerdem besteht die Möglichkeit, Sommersprachkurse des Sprachenzentrums zu besuchen.

In Kooperation mit dem Schulamt sowie im Netzwerk mit den Schulen des Kleinbezirks (SSP Innichen, SSP Toblach, SSP Welsberg, SSP Olang) werden - vorrangig für Neueinsteiger/-innen - Wochenendkurse ein-gerichtet.

Zusätzlich zu den Angeboten des Sprachenzentrums wird Sprachförderung bei verfügbaren Ressourcen über das Plansoll der Schule im Kernunterricht, in der Pflichtquote oder im Wahlbereich umgesetzt.

4.14 Sprachkurs Deutsch für Schüler/-innen italienischer Muttersprache

Für Schüler/-innen italienischer Muttersprache werden ressourcenabhängig in der Schuleintrittsphase Sprach-Intensivkurse in der Unterrichtssprache Deutsch angeboten, u. z. im Kernunterricht oder im Rahmen verschiedener Nachmittagsangebote.

4.15 Bildungsaufgaben / Themenzentrierte Aufgabenpakete

Bildungsaufgaben sind vom Konzept her gut überlegte, „welthaltige“ Aufgabenpakete, die die Schüler/-innen aktivieren und von diesen selbstständig bearbeitet werden können. Sie ermöglichen ein umfassendes, nachhaltiges Lernen. In der Aufgabenstellung wird auf Arbeitsblätter im herkömmlichen Sinn und auf Verführungen zum Kopieren weitgehend verzichtet. Bildungsaufgaben enthalten z.B. Anregungen zum „Selbstschreiben“, „Selbstzeichnen“, „Selbstherstellen, zum „Selbstdenken“ oder zum „Sich - selbst -Aufgaben - stellen“.

Alle Schulen verfügen über eine digitale Aufgabensammlung, die gezielt zum Einsatz kommen kann. Komplette Aufgabenpakete können über die Direktionsbibliothek Bruneck II bezogen werden. Die Bildungsaufgabe „Daheim im Pustertal“ liegt zudem als Druckversion an allen Schulen auf.

4.16 Altersgemischtes Lernen (AGL)

Die Schulen mit Mehrklassenunterricht befassen sich im Rahmen ihrer inhaltlichen Schwerpunktsetzungen mit Möglichkeiten, Chancen und Konzepten altersgemischten Lernens. Darüber hinaus kommen altersgemischte Lernformen im Wahlfach und in der Pflichtquote der Schulen zur Anwendung. Auch in der Offenen Ganztagsklasse sowie in den Sprachförderkursen DAZ ist altersgemischtes Lernen gängige Praxis.

4.17 Sozialpädagogische Projekte

·    Für unsere Mittelschüler/-innen besteht die Möglichkeit, das Angebot „KIMM“ im Sozialsprengel Hochpustertal wahrzunehmen. Es handelt sich dabei um eine sozialpädagogische Nachmittagsbetreuung mit integrierter Hausaufgabenbegleitung. Die Aufnahme erfolgt kriteriengeleitet.

·    Grundschüler/-innen sind in eine entsprechende Kindergruppe („KARIBU") integriert. Das Konzept ist an jenes der Mittelschulgruppe angelehnt. Einige unserer Grundschüler/-innen werden im Rahmen entsprechender Sommerprojekte begleitet.

·    Der Schulsprengel Innichen beteiligt sich am Projekt „PLUS".

·    Je nach Verfügbarkeit können im Bedarfsfall externe Lernorte als alternative Lernumgebungen genutzt werden.

·    In Anlehnung an bestehende rechtliche Grundlagen sowie bei entsprechender Begründung können in Zusammenarbeit mit Sozialdiensten, Fachambulanz, psychologischem Dienst… individuelle Projekte zur Erlangung von Schulabschlüssen umgesetzt werden, auch an externen Lernorten.

·    Der SSP Innichen beteiligt sich in Kooperation mit der Sozialgenossenschaft EOS und dem Schulverbund Pustertal an einem präventiv und interventiv ausgerichteten ESF- Projekt, angesiedelt am externen Lernort „Burger Hof“ in Prags. Wir nehmen Angebote für Klassen, Gruppen und Einzelne in Anspruch.

4.18 Unterricht im Netzwerk mit anderen Schulen oder Bildungseinrichtungen

Initiativen im Netzwerk mit schulischen und außerschulischen Partnern sind grundsätzlich möglich und erwünscht. Sie müssen bildungsrelevant und mit dem Dreijährigen Bildungsplan vereinbar sein. Beispiele:

·    Im Netzwerk mit Schulen des Schulverbundes werden Projekte zur Begabungsförderung in verschiedenen Bereichen umgesetzt. Dazu begeben sich die Schüler/-innen an die Schulen der jeweiligen Fachlehrpersonen bzw. an die vorgesehenen externen Lernorte.  In definierten Fällen tragen die Eltern die Verantwortung für den Transport.

·    Als Initiativen zur Potenzierung des Zweitsprachunterrichts gibt es vor allem im Wahlbereich, aber auch im Kernunterricht und in der Pflichtquote, jeweils auf Projektbasis gemeinsame Aktivitäten unserer Schulen mit dem italienischen Schulsprengel. In der Regel ist mindestens eine Lehrperson der deutschen und der italienischen Schule beteiligt und anwesend.

·    Sprachförderung DAZ für Schüler/-innen mit Migrationshintergrund (begleitend zum Unterricht, an Nachmittagen sowie in den Sommermonaten) wird im Netzwerk mit dem Sprachenzentrum umgesetzt. Die Ressourcen werden vom Sprachenzentrum verwaltet. Es handelt sich hierbei um schulische Veranstaltungen zur Erweiterung des Bildungsangebots im Sinne von Art. 10 des Landesgesetzes Nr. 12/2000.

·    Sprachförderung DAZ vorrangig für Neueinsteiger/-innen wird in Kooperation mit den Schulen im Kleinbezirk sowie dem Schulamt- in der Regel als Wochenendkurs - umgesetzt.

·    Projekt Osttirol: Die Mittelschule Innichen plant periodisch gemeinsame Initiativen mit ihrer Partnerschule, der NMS Nußdorf-Debant. Vorrangiges Ziel ist die kulturelle Identitätsbildung über die Staatsgrenzen hinweg.

·    In Zusammenarbeit mit den örtlichen Bildungsausschüssen werden Projekte zu gemeinsamen Themen umgesetzt.

·    Schulbibliotheken und öffentliche Bibliotheken bieten gemeinsame Initiativen zur Leseförderung an. Als Mitgliedschule des Bibliotheksdienstes Hochpustertal arbeiten wir mit den Schulsprengeln Toblach und Welsberg an der Umsetzung gemeinsamer Maßnahmen und Schwerpunkte zur Leseförderung.

·    Im Netzwerk mit den Schischulen im Einzugsbereich wird an einzelnen Grundschulen ein Wahlfach zum Thema „Sicherheit auf der Piste“ mit insgesamt zwei bis drei theoretisch-praktischen Einheiten angeboten.

·    Im Rahmen der Pflichtquote erfolgt eine Zusammenarbeit mit der Musikschule, dem ASV Handball Hochpustertal und dem AWSV Innichen Raiffeisen.

·    Einige Angebote im Wahlfach, der Pflichtquote sowie im Kernunterricht werden in Zusammenarbeit mit verschiedenen Sportsektionen, wie z.B. dem ASV Orienteering Hochpustertal… umgesetzt.

·    Die Baumfeste erfolgen alljährlich in Kooperation mit der örtlichen Forstbehörde, wobei waldpädagogische Konzepte zum Tragen kommen.

·    Die jährlich anstehende Räumungsübung wird periodisch in Zusammenarbeit mit den örtlichen Feuerwehren umgesetzt.

·    Die Schule sucht regelmäßig die Zusammenarbeit von Staatspolizei, Postpolizei oder Carabinieri zur Bearbeitung aktueller Thematiken.

·    Im Wahlfach sowie auf Projektbasis sind schulstufenübergreifende Angebote und die Aufnahme von Gastschüler/-innen anderer Schulen, auch anderer Schulsprengel möglich. Die Details der Zusammenarbeit werden zwischen den beteiligten Schulen vereinbart.

·    Die Aufnahme von Gastschüler/-innen ist auch im Rahmen von Schüleraustauschen, Schul- und Klassenpartnerschaften möglich. Umgekehrt besteht die Möglichkeit, dass unsere Schüler/-innen Gastschülerstatus einnehmen.

·    Dem Orientierungsauftrag der Mittelschule wird im Netzwerk mit weiterführenden Schulen, Berufsverbänden, Betrieben und verschiedenen Institutionen nachgekommen.

·    Aufbauend auf den Ergebnissen des Comenius-Regio-Projekts „Bildungssprünge“ wird am Übertritt Kindergarten-Grundschule gezielt gearbeitet. Alljährlich findet im September ein Planungstreffen statt, wo gemeinsame Initiativen vereinbart werden (siehe Teil C).

·    Der SSP Innichen klinkt sich in verschiedene Bereiche des Dreijahresplans des Schulverbundes Pustertal ein und beteiligt sich an gemeinsamen Initiativen und Projekten.

 

Bei Angeboten und Initiativen, die im Netzwerk mit anderen Institutionen erfolgen, kann die Aufsicht fallweise durch andere Aufsichtspersonen der eigenen Schule, Aufsichtspersonen anderer Schulen und durch Externe erfolgen.

5 Unterstützungssysteme

Die an der Schule, im PBZ bzw. der Pädagogischen Abteilung und im Schulverbund vorhandenen Kompetenzen und Ressourcen sollen gezielt genutzt werden. Ziel ist die Unterstützung von Schul- und Unterrichtsentwicklung durch kompetente Beratung und Begleitung für Einzelpersonen, Gruppen bzw. Schulstellen.

5.1 Frühförderung und Entwicklungsbegleitung

Die Umsetzung erfolgt auf der Grundlage des Konzeptes gemäß RS Nr. 35/2016.

Die Beratungslehrperson für den Bereich „Frühförderung und Entwicklungsbegleitung“ steht Eltern und Lehrpersonen als Ansprechpartnerin bei Fragen und Anliegen beratend zur Seite. Grundsätzlich ist die beauftragte Lehrperson beratend tätig, kann am eigenen Schulstandort aber auch selbst Fördergruppen leiten. Weitere Lehrpersonen arbeiten ergänzend hierzu an anderen Schulstellen im Rahmen definierter Ressourcen. Beratung und Begleitung erfolgen auch hier durch die Beratungslehrperson.

Ziele

·    Unterstützung und Beratung der Lehrpersonen und Eltern

·    Präventive Maßnahmen in Bezug auf das Lernen (vor allem in den ersten Klassen)

·    Gezielte Förderung der Kinder

·    Hierzu werden in den ersten und zweiten Klassen Lernstandserhebungen (LUNA und LEMA) zu den zentralen Lernbereichen Lesen, Schreiben und Rechnen durchgeführt

Organisation

Die Fördergruppen werden klassenübergreifend oder jahrgangsbezogen in Absprache mit den betreffenden Lehrpersonen gebildet und finden in der verpflichtenden Unterrichtszeit statt. Die Gruppen sollen nicht mehr als 5-6 Kinder umfassen.

Zusammenarbeit

Eltern und Lehrpersonen erreichen die Beratungslehrperson für Gespräche und Anliegen. Die Kontaktdaten werden mitgeteilt (z.B. Elternbrief, Homepage).

Die einheitliche Umsetzung der „Vereinfachten Ausgangsschrift (VA)“ im Anfangsunterricht und im weiteren Verlauf der Grundschule ist Element des sprengelinternen Konzepts zur Frühförderung/Entwicklungsbegleitung.

Die Beratungslehrperson hält - ihrem Auftrag gemäß - guten Kontakt zum Kindergarten, pflegt eine angemessene Netzwerkarbeit und richtet in diesem Zusammenhang im September ein Planungstreffen Kindergarten / 1. Klassen sowie die Übertrittsveranstaltungen für die Eltern der Einschulenden aus.

Die Vernetzung auf Bezirks- und Landesebene ist gewährleistet.

5.2 Vielfalt im Verhalten

Als niederschwelliges Angebot vor Ort steht eine Lehrperson mit entsprechender Ausbildung auf Anfrage für kollegiale Fallberatung zur Verfügung. Im Bedarfsfall werden darüber hinaus Schulberatung, Psychologischer Dienst, EOS Fachambulanz, Externe... zu Rate gezogen.

Die Schule arbeitet mit den Sozialdiensten zusammen und nutzt vor allem die sozialpädagogischen Nachmittagsbetreuungen.

Die Schule hat die Möglichkeit, innerhalb eines definierten Rahmens auf das Projekt PLUS zurückzugreifen.

In Kooperation mit dem Schulverbund Pustertal beteiligt sich der Schulsprengel an einem ESF- Projekt.

Im Rahmen von Individualprojekten und Gruppenaktivitäten können externe Lernorte als zusätzliche oder alternative Lernumgebungen über definierte Zeiträume genutzt werden.

Die Schule orientiert sich am eigenen Leitfaden zur Prävention und Intervention von/bei Mobbing.

5.3 Krisenintervention

5.3.1 Care-Team

Mehrere Lehrpersonen verfügen über eine einschlägige Ausbildung für Care-Teams an Schulen. Die Konsolidierung der Arbeit des Teams unter Einbezug der Verwaltung erfolgte im Rahmen der ersten Kursfolge. Nachträglich ausgebildete Lehrpersonen wurden bzw. werden integriert und das Care-Team insgesamt neu aufgestellt. Das Team trifft sich mindestens einmal je Schuljahr zur Koordinierung organisatorisch / inhaltlicher Belange, kann Fortbildungsvorschläge einbringen und nimmt im Übrigen an den weiterführenden Angeboten auf Schulverbundebene teil. Das Care-Team hat primär beratende Funktion.

5.3.2 ZIB

Gleichsam als Unterstützungssystem für Schülerinnen und Schüler wird an der Mittelschule ein ZIB (Zentrum für Information und Beratung) eingerichtet. Dies erfolgt in Zusammenarbeit mit einer interdisziplinären Arbeitsgruppe am PBZ. Es handelt sich um ein niederschwelliges Gesprächsangebot mit einer Vertrauenslehrperson vor Ort. Die ZIB-Stelle wird von einem Lehrpersonen-Tandem bekleidet und gestaltet.

5.4 DAZ – Deutsch als Zweitsprache

Im Bereich DAZ wird unsere Schule durch die Koordinatorin des Sprachenzentrums in organisatorischer Hinsicht und bei Bedarf auch inhaltlich unterstützt. Eine DAZ-Fachkraft des Sprachenzentrums arbeitet regelmäßig mit unseren Grund- und Mittelschüler/-innen, wobei ein grundlegendes Konzept greift, das flexibel und bedarfsgerecht zur Anwendung kommt. In der Eintrittsphase kommen i.d.R. interkulturelle Mediatoren/Mediatorinnen zum Einsatz. Vor Ort koordiniert jeweils eine Lehrperson von Grund- und Mittelschule den Arbeitsbereich. In der SCHILF findet DAZ periodisch Berücksichtigung.

5.5 Supervision und Intervision

Lehrpersonen können Beratung und Supervision durch die Päd. Abteilung bzw. das PBZ in Anspruch nehmen. Unser Konzept zur Gesundheitsfördernden Schule sieht u.a. die Möglichkeit der Einrichtung von Intervisions- oder Supervisionsgruppen vor.

5.6 Begleitung für Lehrpersonen mit geringer Unterrichtserfahrung

·    Erfahrene Lehrpersonen bzw. Lehrpersonen mit einschlägiger Ausbildung stellen ihr Erfahrungs- und Fachwissen Lehrpersonen mit wenig Unterrichtserfahrung bzw. mit Begleitungsbedarf in den zugewiesenen Fachbereichen zur Verfügung. Tutor/-in und betreute Lehrperson erstellen gemeinsam ein schriftliches Konzept ihrer Zusammenarbeit, das als Grundlage der Beauftragung und Honorierung gilt. Das Konzept soll auch gegenseitige Hospitationen vorsehen. Die Honorierung der Tutoren/Tutorinnen erfolgt über die Leistungsprämie.

·    Im Unterrichtsfach Italienisch wird ggf. auf die von der Pädagogischen Abteilung (PA)freigestellte Projektbegleitung zurückgegriffen.

·    Bei Engpässen wird vorrangig auf Lehrpersonen mit Tutoren-Ausbildung zurückgegriffen.

·    Bei Direktberufung greifen die Begleitmaßnahmen gemäß BLR Nr. 1090 vom 18. Juli 2011.

5.7 Tutoren/Tutorinnen für Lehrpersonen im Berufsbildungs- bzw. Probejahr und in der Berufseingangsphase

Plan der Tätigkeiten zum Berufsbildungsjahr bzw. Probejahr und zur Berufseinstiegsphase

Datum

Tätigkeit

Zielgruppe

September

Planungs- und Koordinierungssitzung

Lehrperson BBJ/PJ/BEP

Oktober

Zielvereinbarungsgespräch mit Einreichung des Fortbildungsplans u. Vorstellung des Konzepts zum Portfolio…

Lehrperson BBJ/PJ/BEP

Tutor/in, DBK

im Laufe des Schuljahres

2-3 kompetenzorientierte UE

Lehrperson BBJ/PJ/BEP

Tutor/in

Dezember

Einreichung Lehrerregister (GS)

Lehrperson BBJ/ PJ/BEP

April

Einreichung Portfolio

Lehrperson BBJ/BEP

Mai

Kolloquium

Lehrperson BBJ/PJ/BEP, Tutor/in, DBK

 

Der Terminplan wird in Abstimmung mit dem Terminkalender der Grund- und Mittelschule, der schulinternen Fortbildung sowie der verpflichtenden Fortbildung im Rahmen des Berufsbildungsjahres und der Berufseingangsphase erstellt.

5.8 Erweiterung der Fördermaterialiensammlung/en zu den Bereichen

·    Frühförderung und Entwicklungsbegleitung (interne Ressourcen)

·    Begabungs- und Begabtenförderung getrennt nach Grund- und Mittelschule (interne Ressourcen)

·    DAZ (Zuweisung Amt für Schulfinanzierung)

·    Inklusion (Zuweisung Amt für Schulfinanzierung)

·    Englisch GS (interne Ressourcen)

5.9 Schulbibliotheken (siehe Teil C)

Die Schulbibliothekarin berät und unterstützt im Rahmen ihrer zeitlichen Ressourcen bei der Planung von klassenbezogenen, schulstellenbezogenen und -übergreifenden Initiativen und Projekten zur Förderung der Lesemotivation.

Die Mitglieder des Bibliotheksrates sowie der Bibliotheksteams stellen Bindeglieder zwischen dem Medientreff 3 und den örtlichen Schulbibliotheken dar, leiten Informationen weiter und können bei der Planung und Umsetzung entsprechender Maßnahmen an den Schulstellen initiativ und beratend tätig sein.

5.10 Leseförderung

Gezieltes Arbeiten an der Lesekompetenz erfolgt sprengelweit anhand des Programms „Lesen. Das Training“. Jeweils die zweiten und vierten Klassen der Grundschulen sowie die ersten Klassen der Mittelschule werden mit dem Trainingsprogramm ausgestattet. Aufgrund der zweijährigen Ausrichtung des Materials sind infolgedessen die zweiten bis fünften Grundschulklassen sowie die ersten, zweiten und teilweise auch die dritten Mittelschulklassen in das Projekt zur Leseförderung eingebunden.

Gezielte Leseförderung erfolgt vermehrt auch in der Zweitsprache sowie in der dritten Unterrichtssprache. Für die Anschaffung geeigneter Literaturwerden Ressourcen bereitgestellt.

5.11 Personalentwicklung zum Aufbau interner Stützsysteme (siehe Teil C)

Lehrpersonen setzen Schwerpunkte in ihrer berufsbegleitenden Weiterbildung und stehen auf Anfrage für niederschwellige Beratung, Fortbildung… zur Verfügung.

5.12 Koordinatoren/Koordinatorinnen für das Schulprogramm laut LKV, Art. 13, andere Koordinierungsaufträge (siehe Teil C)

Im SSP Innichen werden folgende Bereiche des Schulprogramms durch Koordinatoren/Koordinatorinnen gestaltet:

·       Schulentwicklung / Unterrichtsentwicklung

·       Kommunikations- und Informationstechnologien

·       Berufswahlorientierung

·       Gesundheitsförderung

·       Integration / Inklusion

·       DAZ

·       Integrierte Sprachendidaktik, CLIL, innovative Projekte zum Sprach(en)erwerb

·       Begabungs- und Begabtenförderung

5.13 Arbeits- und Fachgruppen (siehe Teil C)

Unsere Arbeits- und Fachgruppen sind als Unterstützungssysteme hinsichtlich Unterrichts- und Schulentwicklung konzipiert. Diese Foren ermöglichen Erfahrungsaustausch, Professionalisierung sowie die Realisierung von Multiplikatoren-Systemen vor Ort. Es besteht eine Vernetzung mit den Arbeits- und Fachgruppen auf Schulverbundebene, in einigen Bereichen auch mit den Kerngruppen auf Landesebene.

5.14 Pädagogische Abteilung und Pädagogisches Beratungszentrum (PBZ)

Dieser Beratungsservice ist an unserem Schulsprengel präsent, berät bzw. unterstützt Entwicklungsprozesse in unterschiedlichen Bereichen, wie z.B. Gesundheitsförderung, DAZ, Zweite Sprache, Inklusion, Vielfalt im Verhalten, Unterrichts-, Schul- und Organisationsentwicklung…

5.15 Projektbegleiter/-innen des Schulverbundes Pustertal

Sie sind auf Anfrage in unserem Sprengel unterstützend, beratend und begleitend tätig, vorrangig in den Bereichen Informationstechnologien und Vielfalt im Verhalten (Projekt PLUS, Burger-Hof).

5.16 Externe Experten/Expertinnen

Themen- und situationsbezogen begleiten externe Experten im Rahmen freiberuflicher Tätigkeit Entwicklungsprozesse im SSP bzw. an einzelnen Schulen.

5.17 Schulinterne Fortbildung SCHILF (siehe Teil C)

Die Angebote der schulinternen Fortbildung sind als Unterstützungsangebote im Hinblick auf die Umsetzung des Dreijahresplans des Bildungsangebotes konzipiert.

 

Den Lehrpersonen stehen darüber hinaus die Fortbildungsangebote auf Schulverbund- und Landesebene zur Verfügung.

6 Umsetzung der Rahmenrichtlinien des Landes (BLR Nr. 81/2009)

6.1 Individuelle Lernberatung

Die Lernberatung ist sowohl für die Schüler/-innen als auch für die Lehrpersonen von grundlegender Bedeutung. Sie führt zu einer gemeinsamen Reflexion über den Leistungs- und Entwicklungsstand und ermöglicht gleichzeitig eine Absprache über die weiteren Lernschritte. In Anlehnung an die RRL hat das Lehrerkollegium für die konkrete Umsetzung folgenden Rahmen beschlossen (Beschluss LK vom 27.05.2009):

Organisation

·    Lernberater/-innen übernehmen definierte Schüler/-innen bzw. Schüler/-innen-Gruppen

·    Lernberatung durch das Team

Ausmaß

Geplante Lernberatungsgespräche finden mindestens 1x je Semester, bei Bedarf öfters statt.

Zeitlicher Rahmen

·    Teamunterricht

·    persönliche Sprechstunde

·    Kernunterricht - nach Absprache mit der/den jeweiligen Lehrperson/en

·    WPF

·    Tage des Lernens

Instrumente

·    Raster zu Selbst-, Sozial- und Sachkompetenz

·    schriftliche Vereinbarungen

·    Entwicklungsgespräch mit Schüler/-in und Eltern/teil

6.2 Dokumentation der Lernentwicklung und Kompetenzerweiterung

Das Lehrerkollegium hat in Anlehnung an den BLR Nr. 81/2009 (Rahmenrichtlinien) Kriterien und Maßnahmen für die konkrete Umsetzung der Dokumentation der Lernentwicklung und Kompetenzerweiterung der Schülerinnen und Schüler in Form eines Rahmenbeschlusses (Beschluss LK vom 27.05.2009) festgelegt:

Organisation

·    Fachlehrpersonen

·    Lernberater/-innen

·    Teams

·    Klassenräte

Ausmaß

·    nach Abschluss ausgewählter Themenkreise

·    exemplarisch nach Absprache im Klassenrat bzw. Team

Zeitlicher Rahmen

·    Kernbereich, Pflichtquote der Schule, Wahlbereich

·    persönliche Sprechstunde

·    Teamunterricht

·    während der Unterrichtszeit - nach Absprache mit der/den jeweiligen Lehrperson/en

·    Tage zum Lernen

Instrumente

·    Raster Ausgangslage (bis Mitte November zu erstellen)

·    schriftliche Vereinbarungen zu gemeinsam formulierten Zielen betreffend Selbst-, Sozial- und Sachkompetenz

·    Belege zu ausgewählten Lernergebnissen

·    Selbsteinschätzung anhand Kompetenzraster, Lernzielkatalog, Lernziellandschaft, Lerntagebuch, Arbeitsplan bzw. Arbeitspass…

6.3 Wahlmöglichkeiten im Unterricht

Die autonome Schule ermöglicht das selbstgesteuerte Lernen, indem sie ein differenziertes Bildungsangebot erstellt und damit Wahlmöglichkeiten für die Schüler/-innen eröffnet. Wahlmöglichkeiten garantieren eine differenzierte Begabungsförderung und damit das individuelle Recht auf Bildung.

Auf der Grundlage des BLR Nr. 81/2009 zu den Rahmenrichtlinien hat das Lehrerkollegium folgende Kriterien zur Umsetzung von Wahlmöglichkeiten im Unterricht festgelegt (Beschluss Lehrerkollegium vom 27.05.2009):

Pflichtquote der Schule

·    Das Lehrerkollegium plant qualitätsvolle Angebote mit Bildungsrelevanz.

·    Die Angebote orientieren sich am Bedarf der Schüler/-innen sowie an der Schwerpunktsetzung und Profilbildung der Schule.

·    Sie dienen der Individualisierung des Lernens, indem sie die Vertiefung des curricularen Unterrichts, das Aufholen von Lernrückständen sowie eine gezielte Begabungs- und Begabtenförderung ermöglichen.

·    Dazu werden auch klassen- und jahrgangsübergreifende Lerngruppen gebildet.

·    Die Angebote unterstützen gezielt die Festigung lernmethodischer Kompetenzen und fördern das selbsttätige Lernen der Schüler/-innen.

·    Die Gruppengröße orientiert sich an den Inhalten und Methoden der Angebote; die Gruppen sind i.d.R. kleiner als die normalen Klassen.

·    Den Schüler/-innen wird i.d.R. eine effektive Wahlmöglichkeit ermöglicht, wobei die Lehrpersonen die Schüler/-innen bei der Auswahl durch eine individuelle Lernberatung unterstützen.

·    Die Angebote werden von den Lehrpersonen durchgeführt.

·    Die Teilnahme an den schulischen Angeboten ist unentgeltlich.

·    Die Angebote weisen einen angemessenen zeitlichen Umfang auf, der zum Erreichen der in den RRL vorgesehenen Kompetenzen erforderlich ist.

·    Die Angebote umfassen 68 Jahresstunden mit einer maximalen Kürzungsmöglichkeit von 20%, wobei unter Wahrung der definierten Qualitätsmerkmale auch Blockungen möglich sind.

·    Die Anerkennung der Angebote der Musikschulen des Landes und der akkreditierten und anerkannten Vereine bzw. Institutionen erfolgt auf der Grundlage der gesetzlichen Vorgaben sowie des einschlägigen Schulratsbeschlusses.

 

Wahlbereich

·    Die Angebote kommen den Interessen, Neigungen und Bedürfnissen der Schüler/-innen entgegen und berücksichtigen die besonderen Erfordernisse der Familien, des Umfeldes sowie die personellen Ressourcen der Lehrpersonen.

·    Es handelt sich um qualitätsvolle Angebote mit Bildungsrelevanz.

·    Zeitspanne: Anfang Oktober – Ende Mai; die Angebote erstrecken sich über längere Zeiträume (i.d.R. mindestens 4 Nachmittage).

·    Unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Ressourcen ermöglicht die Schule den Schüler/-innen eine effektive Wahlmöglichkeit.

·    Die Gruppengröße orientiert sich an den Inhalten und Methoden; i.d.R. sollen es mindestens 8 Kinder sein, außer in speziell begründeten Ausnahmefällen.

·    Bei der Planung wird berücksichtigt, dass Schüler/-innen möglichst viele Angebote besuchen können. Dazu sind Überschneidungen möglichst zu vermeiden.

·    Die Teilnahme der Schüler/-innen an den Angeboten ist freiwillig, die Anmeldung verpflichtet die Schüler/-innen aber zur regelmäßigen Teilnahme (ansonsten Abmeldung bzw. begründete Entschuldigung).

·    Bei der Zuweisung der Schüler/-innen greift bei Vorliegen spezieller Erfordernisse (bei Bedarf) die Lernberatung. I.d.R. erfolgt die Auswahl durch die Schüler/-innen und deren Eltern.

·    Die Angebote werden grundsätzlich von den Lehrpersonen durchgeführt.

·    Schulexterne Experten verfügen sowohl über eine fachliche als auch über eine pädagogisch-didaktische Qualifikation.

·    Die Teilnahme an den Angeboten ist unentgeltlich, abgesehen von Fahrtspesen, Eintritten und Verbrauchsmaterial.

·    Die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern sowie die Anerkennung außerschulischer Angebote werden von Fall zu Fall geregelt, vereinbart und im Schulprogramm (Dreijahresplan des Bildungsangebotes) festgeschrieben.

Auf der Basis obiger Rahmenbeschlüsse des Lehrerkollegiums zu Lernberatung, Dokumentation der Lernentwicklung und Wahlmöglichkeiten im Unterricht definiert jede Schule im jeweiligen Schulstellenprogramm (Tätigkeitsplan) die konkrete Art der Umsetzung von Individualisierung und Personalisierung des Lernens.

6.4 Curriculum der Schule

siehe Homepage www.ssp-innichen.it

 

6.4.1 Fachcurricula mit LIG

 

6.4.2 Curriculum KIT

 

6.4.3 Methodencurriculum TOUE

7 Stundentafeln

7.1 Grundschule (Beschluss SR vom 27.05.2019)

Auf die Pflichtquote wird die Möglichkeit der 20%igen Kürzung angewandt.

*Die fehlenden Stunden (3,5) werden mit einem Projekttag eingeholt. In jenen Fächern, die in der Pflichtquote potenziert werden, muss eine wöchentliche Kürzung von 0,5 h erfolgen.

**Die fehlenden Stunden (20,5) werden mit einer Projektwoche bzw. Projekttagen (4 Vormittage und 1 Nachmittag eingeholt). 

7.2 Mittelschule (Beschluss SR vom 27.05.2019)

*Auf die Pflichtquote wird die Möglichkeit der 20%igen Kürzung angewandt. 1 Std. wird wöchentlich angeboten, der Rest, (20,5 Std.) in geblockter Form (Projekttage). 

8 Übertritt Grundschule / Mittelschule

Informationen über die Zukunft in der MS / Vorbereitungsarbeiten (Beschluss LK Nr. 04 vom 27.10.2010)

a) Eltern

·    Es findet im März/April ein „Tag der offenen Tür“ für Eltern und Kinder der 5. Klasse Grundschule statt, organisiert von der Arbeitsgruppe für Schulentwicklung.

·    Es gibt einen Informationsnachmittag im April/Mai für Eltern der 5. Klasse mit Leitungsteam, Koordinator/in Schulentwicklung, Schulführungskraft.

·    Im Elternbrief werden die Kriterien zur Klassenbildung veröffentlicht.

·    Über die Homepage der Schule werden Elternbrief und Dreijahresplan des Bildungsangebotes als Information gestreut. Im Elternbrief gibt es einen Hinweis auf einen Link im Internet bzw. eine Druckvariante der Rahmenrichtlinien.

b) Kinder

·    Zweitklässler übernehmen die Patenschaft der Erstklässler (die AG Gesundheitsförderung erarbeitet ein Konzept).

·    Ideen dazu: Briefe an das „Patenkind“ schreiben, Rituale am 1. Schultag: Schulneulinge abholen mit z.B. Anhänger o. ä. und in die Klasse begleiten; gemeinsame Aktionen (z.B. Lied gemeinsam einstudieren)

·    Vorabbesuche in der MS (Schnupperunterricht an einem Vormittag) im Zeitraum April/Mai
Organisation: pro Woche eine oder zwei Schulstelle/n
Unterrichtseinheiten in 3 verschiedenen Klassen (8:40 Uhr – 12:10 Uhr)
1 Stunde: literarisch-sprachliche Fächer oder Mathematik/Naturkunde
1 Stunde: kreatives Fach oder Sport
1 Stunde: in einem Fachraum
Inhalt: Es soll „normaler“ Unterricht sein, keine „Musterstunden“. Die Grundschüler sollen in den Unterricht einbezogen werden (gemeinsam an einem Thema arbeiten)
Begrüßungsritual: z.B. „cooler“ Song, Kennenlern-Spiel; zum Abschluss in jeder Klasse ein Kärtchen mit einem „Wunschsatz“ überreichen (für jeden Schüler)

·    Wahlfach gemeinsam durchführen (z. B. HIP HOP, Theater, …)

 

Organisation der Klassenbildung

Es gelten die beschlossenen und im Dreijahresplan des Bildungsangebotes veröffentlichten Kriterien. Diese werden im Elternbrief bekannt gemacht.

Die Berücksichtigung von Schülerwünschen ist problematisch und kann deshalb nicht erfolgen, denn

·    sie ist ungerecht

·    sie ist organisatorisch schwierig

·    sie verfestigt Star- und Außenseiterpositionen

·    sie erzeugt sozialen Druck

 

Gewichtsreduzierung der Schultasche (Beschluss Nr. 06 vom 27.10.2010)

·    Für Fächer, die nicht mit Heften arbeiten, gilt: eine Ablage–Mappe für mehrere Fächer bleibt in der Klasse; die Schüler/-innen nehmen die aktuellen Unterlagen in verschiedenen Leitzmappen (je Fach eine Leitzmappe) mit und legen sie erst ab, wenn die Inhalte abgeschlossen sind.

·    Schüler/-innen müssen sich mithilfe der Lehrpersonen (geben in der Klasse regelmäßig abgestimmte Ratschläge) und deren Eltern (jeden Abend Schultasche ausleeren) organisieren lernen.

·    Einpacken laut Stundenplan und nicht benötigte Schulsachen weglassen (sporadische Überprüfungen)

·    Bücher, die nicht gebraucht werden, bleiben in der Schule (Ablagefächer).

·    Ein Physiotherapeut wird eingeladen, der an praktischen Beispielen anschaulich zeigt, welche Schäden falsches Heben und Tragen bewirken können.

 

Umgang mit Tests (Beschluss Nr. 09 vom 30.03.2011)

·    Schüler/-innen und Eltern sollen über die Bedeutung von Tests bezüglich des Lern- und Bewertungsprozesses informiert werden.

·    Die Tests sollen dazu dienen, den persönlichen Lernstand zu ermitteln und Verantwortung für das eigene Lernen zu übernehmen. Die Lehrpersonen können Tests dazu nützen, individuelle Lernangebote für die Schüler abzuleiten und als Teil der Bewertung zu sehen.

·    Um eine Anhäufung von Tests zu vermeiden, sollen Termine im jeweiligen Klassenrat (Mittelschule) bzw. Lehrerteam (Grundschule) abgesprochen werden.

 

Methodenvielfalt (Beschluss Nr. 10 vom 30.03.2011)

·    Methodenvielfalt wird sowohl an der Grundschule als auch an der Mittelschule praktiziert und ermöglicht es den Schülern und Schülerinnen, verschiedene Lernformen zu erleben und den eigenen Lerntyp einzuordnen.

 

·    Die stufenübergreifende Fachgruppensitzung (4./5. Klasse GS – 1. Klasse MS) zu Beginn des Schuljahres soll beibehalten werden. Hierbei ist u.a. auch der Austausch über Unterrichtsmethoden Inhalt.

9 Bewertung – Kriterien und Modalitäten

(Beschluss LK Nr. 06 vom 28.10.2009 - abgeändert mit Beschluss LK Nr. 01 vom 06.11.2013, mit Beschluss des LK Nr. 02 vom 13.12.2017 und mit Beschluss Nr. 02 vom 16.10.2019)

Zielsetzung der Bewertung

Die Bewertung der Schülerinnen und Schüler hat vorwiegend bildenden Charakter und ist förderorientiert. Sie verfolgt das Ziel, durch die Feststellung der erworbenen Kompetenzen einerseits und der Lernrückstände andererseits die Selbsteinschätzung der Schülerinnen und Schüler zu fördern und die Bildungs- und Kompetenzniveaus zu verbessern.

 

Gegenstand der periodischen und / oder der Jahresbewertung sind

·         die Lernprozesse und Leistungen der Schülerinnen und Schüler in allen Fächern, fächerübergreifenden Lernbereichen und Tätigkeiten des persönlichen Jahresstundenplans

·         die allgemeine Lernentwicklung der Schülerinnen und Schüler

·         das Verhalten der Schülerinnen und Schüler

in der verbindlichen Grundquote, in der der Schule vorbehaltenen Pflichtquote und im Wahlbereich.

Als Bezugsrahmen für die Bewertung dienen einerseits die individuelle Lernentwicklung der Schülerinnen und Schüler, andererseits die in den RRL bzw. in der curricularen Planung vorgegebenen zu erreichenden Kompetenzen.

Die Angebote der Musikschulen des Landes und anderer für die Pflichtquote anerkannter außerschulischer Bildungsträger sind nicht Gegenstand der Bewertung durch die Schule.

 

Bewertungselemente

Die Bewertung stützt sich auf schriftliche, mündliche und praktische Prüfungen, Lernbeobachtungen und andere geeignete Elemente und Verfahren, die in ausreichender Anzahl gesammelt, durchgeführt und in den einschlägigen Dokumenten der Schule vermerkt werden müssen.

 

Unterlagen für die Bewertung sind

·         Lernausgangslage

·         Aufzeichnungen zur Lernentwicklung der Schülerinnen und Schüler (Dokumentation der Lernentwicklung und der Lernerfolge, Beobachtungen, verschiedene Formen von Leistungsüberprüfung, Vereinbarungen zur Lernberatung…)

·         Periodische Überprüfungen der Lernentwicklung (Verifizierungsprotokolle, Protokolle zu den Schülerbesprechungen…)

·         Der errechnete Notendurchschnitt stellt nicht das alleinige Kriterium für Aufrundungen und Abrundungen dar. Auch Beobachtungen zu den Kompetenzen und zum Lernverhalten werden berücksichtigt.

 

Form der Bewertung - Bewertungsstufen

Die Bewertung der Lernprozesse und Leistungen erfolgt kontinuierlich, ist förderorientiert und berücksichtigt Fähigkeiten, Fertigkeiten, Haltungen und Kenntnisse in Form von verbalen Beschreibungen und Ziffernnoten in ausgeschriebener Form.

 

zehn

Der/die Schüler/in hat in allen Bereichen die Ziele sicher erreicht. Sie/er hat sich umfangreiche Kompetenzen angeeignet, er/sie beherrscht die Inhalte, kann sie selbständig verarbeiten, auf andere Gebiete übertragen und zielführend anwenden.

neun

Der /die Schüler/in hat die Ziele weitgehend erreicht und beherrscht die Inhalte. Er/sie hat sich viele Kompetenzen in diesem Bereich angeeignet. Er/sie kann die Kenntnisse selbständig verarbeiten und anwenden.

acht

Der/die Schüler/in hat die grundlegenden Ziele erreicht und sich die wichtigsten fachlichen Kompetenzen angeeignet. Er/sie kennt die Inhalte im Wesentlichen. Sie/er kann zumeist selbständig mit den Kenntnissen umgehen.

sieben

Der/die Schülerin hat die grundlegenden Ziele erreicht und sich einige fachliche Kompetenzen angeeignet. Er/sie geht noch wenig selbständig mit Inhalten um, einfache Kenntnisse wendet er/sie sicher an.

sechs

Der/die Schülerin hat die Ziele teilweise erreicht. Er/sie beherrscht nur wenige fachliche Kompetenzen. Kenntnisse beherrscht er/sie nur oberflächlich. Sie/er braucht strukturierte Lösungswege und öfters Hilfestellungen.

fünf

Der/die Schüler/in hat die Ziele nicht erreicht, er/sie hat sich kaum Kompetenzen in diesem Fach angeeignet. Inhalte kennt er/sie nur lückenhaft. Er/sie hat trotz Hilfestellungen große Schwierigkeiten in der Anwendung des Gelernten. Dem/der Schüler/in fehlen wichtige Grundlagen.

 

Weniger als „fünf“ wird an unserer Schule nicht vergeben.

 

Zur Bewertung des Verhaltens

Die periodische und die Jahresbewertung des Verhaltens bezieht sich auf die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler im Bereich der Bürgerkompetenz und erfolgt in beschreibender Form. Grundlage für die Bewertung des Verhaltens sind die Pflichten laut Schüler/-innen-Charta, die Schul- und Disziplinarordnung sowie allfällige Vereinbarungen mit den Erziehungsverantwortlichen.

Bei der Bewertung des Verhaltens geht es um das Verhalten während der Unterrichtszeit, aber auch während der unterrichtsbegleitenden Veranstaltungen. Der Einsatz für die Klassen- und Schulgemeinschaft wird ebenso berücksichtigt wie Eintragungen und Verwarnungen.

Jede Lehrperson bewertet mindestens einmal pro Semester das Verhalten eines Schülers verbal (als Beobachtung).

Die Lehrpersonen beobachten und bewerten das Verhalten in folgenden Bereichen:

·         Einhaltung von Regeln: Pünktlichkeit, sich Leistungskontrollen stellen, Beachtung der Klassen- und Schulregeln, einsichtiges Reagieren auf Ermahnungen, Bemühen, an sich zu arbeiten…

·         respektvoller Umgang mit Menschen

Lehrpersonen gegenüber:                höflicher Umgangston, Anweisungen beachten…

 

Schülerinnen und Schülern gegenüber:        Konflikte friedlich lösen, wertschätzend umgehen, die Meinungen und Bedürfnisse anderer respektieren, Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme…

·         respektvoller Umgang mit Sachgegenständen: Leihbücher, Einrichtung, Lehrmittel, Gebäude, Schulhof…

·         Beitrag zu einem guten Klassenklima: verlässliche Übernahme von Aufgaben, Bemühen

um ein friedvolles Miteinander, Einfühlsamkeit, Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein…

 

Die Nichtversetzung

In der Grundschule kann der Klassenrat nur in Ausnahmefällen die Nichtversetzung der Schülerinnen und Schüler beschließen.  Der Beschluss zur Nichtversetzung muss besonders begründet und mit Stimmeneinhelligkeit getroffen werden.

In der Mittelschule liegt es im Ermessen des Klassenrates, unter Berücksichtigung der vom Lehrerkollegium gefassten allgemeinen Kriterien, im Falle von teilweiser oder fehlender Erreichung der Kompetenzziele in einem oder mehreren Fächern, die Schülerinnen und Schüler nicht in die nächste Klasse zu versetzen oder die Nichtzulassung zur staatlichen Abschlussprüfung der Unterstufe zu beschließen. Der Beschluss zur Nichtversetzung wird mit Stimmenmehrheit gefasst und muss angemessen begründet werden.

 

Kriterien für eine Nichtversetzung oder Nichtzulassung zur staatlichen Abschlussprüfung

·         Es besteht ein erheblicher Lernrückstand in einem oder mehreren Bewertungsgegenständen.

·         Die Schülerin / Der Schüler weist so große Lücken auf, dass ihr/ihm wesentliche Grundlagen fehlen, den Lernstoff in der nächsten Klasseerfolgreich zu bewältigen.

·         Die Schülerin / Der Schüler ist mit dem Lernstoff überfordert und vermag die schulischen Anforderungen nicht zu bewältigen.

·         Die Schülerin /Der Schüler wirkt sehr unreif, auch vom sozial-emotionalen Standpunkt her.

·         Die Schülerin / Der Schüler/ zeigt wenig Bereitschaft, Förderangebote in Anspruch zu nehmen.

·         Die Schülerin /Der Schülerzeigt wenig Interesse, Einsatzbereitschaft und Motivation, vernachlässigt die schriftlichen und mündlichen Hausaufgaben und steht dem schulischen Geschehen gleichgültig gegenüber.

·         Die bisherige Lernentwicklung lässt darauf schließen, dass die Schülerin / der Schüler im Falle einer Versetzung im nächsten Schuljahr in jedem Fall überfordert wäre.

 

Falls bei den periodischen oder bei den Jahresbewertungen der Schülerinnen und Schüler Lernrückstände in der Erreichung der Kompetenzziele hervorgehen, ergreift die Schule im Rahmen ihrer didaktischen und organisatorischen Autonomie spezifische Maßnahmen für die Verbesserung der Leistungen und teilt diese den Erziehungsverantwortlichen mit.

·         Individuelle Lernberatung: mit der Schülerin / dem Schüler werden die Schwierigkeiten besprochen und Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt

·         Lernverträge

·         Gespräche mit den betroffenen Eltern

·         Entwicklungsgespräche

·         Fördermaßnahmen im Rahmen der der Schule vorbehaltenen Pflichtquote, des Wahlbereichs, des Teamunterrichts, der Hausaufgabenbegleitung sowie individualisierender Maßnahmen in der verbindlichen Grundquote

·         Zusammenarbeit mit schulinternen und/oder externen Beratern.

Innerhalb April werden die Eltern mit Einschreibebrief über eine mögliche Nichtversetzung verständigt.

 

Gültigkeit des Schuljahres bei Überschreitung der Höchstzahl von Abwesenheiten

In der Mittelschule müssen die Schülerinnen und Schüler an den Unterrichts- und Erziehungstätigkeiten im Ausmaß von mindestens drei Vierteln des persönlichen Jahresstundenplans teilnehmen. In begründeten Ausnahmefällen kann die Gültigkeit des Schuljahres vom Klassenrat auch bei Überschreitung der Höchstanzahl von Abwesenheiten beschlossen werden. Im Bewertungsbogen wird folgender Hinweis hinzugefügt:

„Die Schülerin/Der Schüler wird trotz Überschreitung der Höchstanzahl der Abwesenheiten zur Schlussbewertung zugelassen und die Gültigkeit des Schuljahres wird anerkannt.“

Die Begründung der Entscheidung wird nicht im Bewertungsbogen, sondern nur im Protokoll der Bewertungskonferenz festgehalten.

Kriterien für die Gültigkeit des Schuljahres trotz Überschreitung der Höchstanzahl der Abwesenheiten:

·         Es liegen genügend Bewertungselemente vor, damit die Jahresbewertung vorgenommen werden kann.

·         Die Schülerin/der Schüler verfügt über ausreichende Kompetenzen, dass sie/er den Lernstoff der nächsten Klasse erfolgreich bewältigen kann.

·         Die Eltern sind an einer guten Zusammenarbeit mit der Schule interessiert.

·         Die Schülerin / der Schüler zeigt sich motiviert, zeigt in der Klasse Einsatz.

·         Die Schülerin / der Schüler vertieft Lerninhalte zu Hause.

·         Der Grund der Abwesenheit rechtfertigt die Anerkennung der Gültigkeit des Schuljahres.

 

Zusammensetzung des Klassenrates

Der Klassenrat nimmt die Bewertung der Schülerinnen und Schüler als „collegium perfectum“ vor. Dazu setzt er sich aus allen der Klasse in der verpflichtenden Grundquote zugewiesenen Lehrpersonen zusammen. Dem Klassenrat gehören von Amts wegen als Vorsitzende die Schulführungskraft oder ihre Stellvertretung oder eine beauftragte Lehrperson der Klasse an sowie als Mitglieder jene Lehrpersonen, die die verbindliche Grundquote gestalten sowie die der Klasse zugewiesene Integrationslehrperson. Jede abwesende Lehrperson muss durch eine andere ersetzt werden. Falls eine Lehrperson den Vorsitz übernimmt, wird diese nicht ersetzt.

·         Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Integration nehmen - beschränkt auf die ihnen zugewiesenen Schülerinnen und Schüler - in beratender Funktion an den Bewertungssitzungen teil.

·         Lehrpersonen, die Bewertungen in der der Schule vorbehaltenen Pflichtquote und / oder im Wahlbereich vornehmen, aber nicht Teil des Klassenrates sind, nehmen nicht an den Bewertungssitzungen teil. Sie übermitteln dem Klassenrat die Bewertungsunterlagen einschließlich der vorgeschlagenen Endbewertung rechtzeitig. Die Vorsitzenden des Klassenrates bringen diese Unterlagen in die Bewertungskonferenz ein.

·         Die Sprachlehrpersonen für die Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund sind nicht Teil des Klassenrates und nehmen in der Folge nicht an den Bewertungssitzungen teil. Sie übermitteln ihre Beobachtungen dem Klassenrat mittels Auszugs aus dem Register oder schriftlichem Bericht.

·         Lehrpersonen, die der Klasse im Rahmen des Teamunterrichts zugewiesen sind, melden ihre Beobachtungen in Absprache mit den jeweiligen Fachlehrpersonen in mündlicher oder schriftlicher Form zurück.

 

Bewertungsbogen und Bescheinigung der Kompetenzen

Der Bewertungsbogen beinhaltet

·         die periodische Bewertung und die Jahresbewertung der Lernprozesse und Leistungen in den Fächern. Dabei erfolgt die Bewertung einheitlich in Ziffernnoten (ausgeschrieben). Bei großen Abweichungen innerhalb der Fachbereiche können Anmerkungen gemacht werden, wobei keine weitere Ziffernbewertung vorgenommen wird. In der Grundschule wird folgende Bündelung vorgenommen und gemeinsam bewertet: Geschichte / Geografie

·         die periodische Bewertung und die Jahresbewertung der Lernprozesse und Leistungen in den fächerübergreifenden Lernbereichen (LIG, KIT), wobei mit Bezug auf LIG folgende Bündelungen vorgenommen werden:

Geschichte/Politische Bildung (GS/MS)

Religion/Emotionale Bildung (GS/MS). Im Fall eines etwaigen Verzichts auf den Religionsunterricht bringt der Klassenvorstand auf der Grundlage der RRL und des Curriculums der Schule einen Bewertungsvorschlag für den fächerübergreifenden Bereich emotionale Bildung ein und sorgt für die Eintragung in den Bewertungsbogen bzw. in die Mitteilung über die periodische Bewertung.

Naturwissenschaften/Umweltbildung/Gesundheitsförderung (GS/MS)

Technik/Mobilitätsbildung und Verkehrserziehung (GS/MS)

KIT wird als eigenständiger Bereich bewertet. Die Bewertung erfolgt auf Grund der definierten Kompetenzziele in Form von Ziffernnoten (MS) bzw. in Form einer dreiteiligen Skala mit Umrechnungsschlüssel in der Legende (GS):

erreicht: zehn, neun, acht

teilweise erreicht: sieben, sechs

nicht erreicht: fünf

·         die periodische und die Jahresbewertung des Verhaltens; sie erfolgt in der Grundschule und in der Mittelschule in beschreibender Form mit Bezug auf die Kriterien des Lehrerkollegiums, erstellt auf der Grundlage der Schüler/innen-Charta und der internen Schul- und Disziplinarordnung;

·         die periodische und die Jahresbewertung der allgemeinen Lernentwicklung; sie erfolgt in beschreibender Form, wobei in der fünften Klasse der GS und in der dritten Klasse der MS im zweiten Semester die Kompetenzbescheinigung an die Stelle der Beschreibung der allgemeinen Lernentwicklung tritt, nicht aber an die Stelle der Beschreibung des Verhaltens;

Die Kompetenzbescheinigung wird den Schülerinnen und Schülern der 5. Klassen GS und der 3. Klasse MS zusammen mit dem Bewertungsbogen ausgehändigt. Bei Schülerinnen und Schülern mit Anrecht auf Maßnahmen laut Gesetz vom 5. Februar 1992, Nr. 104 kann die Kompetenzbescheinigung an den IBP angepasst werden. Dies gilt auch für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund, begrenzt auf die ersten beiden Jahre.

·         das Zeugnis

 

Bewertung der der Schule vorbehaltenen Pflichtquote und des Wahlbereichs

·         Die Bewertung der der Schule vorbehaltenen Pflichtquote und des Wahlbereichswird im Rahmen der Jahresbewertung in einer eigenen zusammenfassenden Bescheinigung als Anlage zum Bewertungsbogen mitgeteilt.

·         Die Angebote der der Schule vorbehaltenen Pflichtquote und des Wahlbereichswerden getrennt bewertet, wobei Angebote mit fachverwandten Inhalten und Lernzielen zu einem gemeinsamen Bereich zusammengefasst und als solcher bewertet werden können.

·         Die Bewertung in der Mittelschule erfolgt durchgängig nach Ziffernnoten. In der Grundschule werden Pflichtquote und Wahlbereich auf Grund der definierten Kompetenzziele anhand einer dreiteiligen Skala nach Niveaustufen bewertet, wobei folgender - in einer Fußnote angeführte Umrechnungsschlüssel - zur Anwendung kommt:

erreicht:                                zehn, neun, acht

teilweise erreicht:                sieben, sechs

nicht erreicht:                       fünf

·         Bei den Angeboten der der Schule vorbehaltenen Pflichtquote und des Wahlbereichs wird in der Bescheinigung neben der Bewertung die angebotene Stundenanzahl eingetragen.

·         Die allfällige Bewertung von Gastschülerinnen und Gastschülern im Wahlfach geschieht durch Übermittlung einer Bescheinigung einschließlich Bewertung durch die das Wahlfach umsetzende Lehrperson. Sie wird vom jeweiligen Klassenvorstand dem Bewertungsbogen der betreffenden Schülerinnen und Schüler beigelegt.

·         Die sozialpädagogischen Nachmittagsangebote KIMM und KINDERGRUPPE gelten als Alternativangebote zum Wahlfach der Schule. Die vom Sozialsprengel ausgehändigte Bescheinigung wird ggf. vom jeweiligen Klassenvorstand als Kopie dem Bewertungsbogen der betreffenden Schülerinnen und Schüler beigelegt.

·         Die DAZ-Kurse und die Italienisch-Kurse des Sprachenzentrums gelten als Alternativangebote zum Wahlfach der Schule. Die vom Sprachenzentrum ausgehändigte Bescheinigung wird vom jeweiligen Klassenvorstand als Kopie dem Bewertungsbogen beigelegt. Die Bewertung findet bei der Fachbewer-tung Berücksichtigung.

 

Bewertung der Schülerinnen und Schüler mit einer Funktionsdiagnose oder einem klinischen Befund

Art. 9 des BLR Nr. 1168/2017 kommt uneingeschränkt zur Anwendung.

Bewertung der Schülerinnen und Schüler mit einem Individuellen Bildungsplan auf der Grundlage eines Klassenratsbeschlusses

Art. 10 des BLR Nr. 1168/2017 kommt uneingeschränkt zur Anwendung.

Für die Bewertung inhaltlicher Schwerpunkte der Schulen werden individuelle Ansätze gewählt.

Veröffentlichung

An die Stelle des Bewertungsbogens tritt im ersten Semester eine schriftliche Mitteilung zu den vorgesehenen Inhalten.

Die Ergebnisse der Pflichtquote und des Wahlbereichs werden dem Bewertungsbogen im zweiten Semester als Anlage beigefügt.

Zu Schuljahresende werden die Ergebnisse der Bewertungen der Schülerinnen und Schüler der Grund- und Mittelschule durch Aushang an der Anschlagtafel der Schule veröffentlicht. Dabei wird bei positiver Bewertung „versetzt“ bzw. „zur Abschlussprüfung zugelassen“, bei negativer Bewertung „nicht versetzt“ bzw. „nicht zur Abschlussprüfung zugelassen“ angeführt.

10 Schulordnung
10.1 Schulordnung Mittelschule

SCHULE IST GEMEINSAMER LEBENS- UND ARBEITSRAUM

Unsere Schule ist ein Ort der Begegnung. Wir pflegen gute Umgangsformen, nehmen Rücksicht aufeinander und halten uns an vereinbarte Regeln.

Auch in diesem Schuljahr wird Wert auf das gute Benehmen der Schüler/innen gelegt, und zwar im Umgang mit den Mitschülern/Mitschülerinnen, den Lehrpersonen, der Frau Direktor und dem Schulpersonal.

Dabei sind folgende Punkte zu beachten:

·    Das Grüßen ist eine Form der Höflichkeit und muss als selbstverständlich angesehen werden.

·    Die Frau Direktor, die Lehrpersonen und das Schulpersonal werden wie alle erwachsenen Personen mit „Sie“ angesprochen.

·    Mit der Frau Direktor, den Lehrpersonen, dem Schulpersonal und den Mitschülern/den Mitschülerinnen unterhalten sich alle in einem angemessenen Ton.

·    An den Garderoben ist Ordnung zu halten.

·    Klassen und andere Unterrichtsräume dürfen nur mit Hausschuhen betreten werden.

·    Am Ende des Unterrichts ist das Klassenzimmer sauber zu hinterlassen.

·    Das Eigentum der Schule und der Mitschüler/innen ist zu respektieren.

·    Das Eigentum der Schule ist zu schonen. Leihbücher müssen eingebunden werden. Für verursachte Schäden müssen die Verantwortlichen aufkommen.

·    Der Abfall wird in die vorgesehenen Behälter geworfen.

·    Das Laufen in den Gängen ist grundsätzlich verboten.

·    Beim Benützen der Stiegen hält man sich rechts.

·    Im Lehrerzimmer halten sich keine Schüler/innen auf.

·    Jede Klasse sollte ihren Klassenraum so wohnlich wie möglich gestalten und sauber halten. In den Kästen muss Ordnung herrschen. Auch die Arbeitsräume, die Garderoben und der Schulhof gehören dazu.

·    Kaugummi kauen ist während des Unterrichts verboten!

·    Für persönliches Eigentum, Geld, Schmuck und dgl. wird von Seiten der Schule keine Haftung übernommen.

·    Unterrichtsfremdes Material (z.B. Taschenmesser, Feuerzeuge, Schraubenzieher, Knallfrösche und dgl.) lassen wir zu Hause. Ansonsten wird es in der Schule bis Unterrichtsende abgenommen und muss von den Eltern persönlich abgeholt werden.

·    Der Gebrauch der Mobiltelefone ist für Schüler/innen im Schulgebäude und im Schulhof ausdrücklich verboten. Dringende Telefonate können im Sekretariat getätigt werden (gilt nicht für vergessene Unterlagen). Handys müssen ausgeschaltet sein. Ansonsten müssen sie für die Zeit des Unterrichts im Sekretariat eingereicht und von den Eltern persönlich abgeholt werden.

 

ERFOLGREICH LERNEN

Unsere Schule ist ein Ort des Lernens. Jeder/jede Schüler/Schülerin hat das Recht auf guten Unterricht und die Pflicht, im Rahmen seiner/ihrer Möglichkeiten seinen/ihren Beitrag zu leisten.

Im Unterricht hören wir zu, arbeiten selbstständig und mit anderen zusammen, erledigen die Hausaufgaben pünktlich, sauber und gewissenhaft und beachten die Gesprächsregeln.

Einsatz, Fleiß, Verlässlichkeit und individueller Lernfortschritt sind Elemente der Bewertung.

 

SICHERHEIT UND GESUNDHEIT IN DER SCHULE

·    Anweisungen der Lehrpersonen und Schulwarte zur Sicherheit sind unbedingt zu beachten. Dies gilt auch für die Ausspeisung und die Pausen.

·    Laufen und Drängeln im Stiegenhaus und in den Gängen sind ausdrücklich verboten, um die Verletzungsgefahr zu verringern.

·    Das WC ist kein Aufenthaltsort.

·    Es ist verboten, Schneebälle oder andere Gegenstände zu werfen.

·    Die Klassenräume sind regelmäßig zu lüften. Niemand setzt sich auf die Fensterbalken. Nichts aus dem Fenster werfen!

·    Beim Stundenwechsel und nach den Pausen verhalten sich alle ruhig, bleiben in der Klasse und nutzen die Zeit, um Ordnung zu halten, Sachen wegzuräumen und das Material für die folgenden Stunden zurechtzulegen. Beim Wechsel der Arbeitsräume verhalten sich die Schüler/-innen rücksichtsvoll. Wenn eine Lehrperson nicht kommt, bleiben alle ruhig auf ihren Plätzen, der/die Klassensprecher/in erkundigt sich im Sekretariat.

·    Während der Unterrichtszeit darf kein/e Schüler/in ohne Erlaubnis und wenn - nur in Begleitung von Erwachsenen - die Schule verlassen. Dasselbe gilt für die Zeit nach dem Mensabesuch bei Nachmittagsveranstaltungen in der Schule.

·    Gesundheitsgefährdende Gegenstände wie Schneidemesser, Faschingsartikel und dergleichen, die zu Verletzungen führen können, werden abgenommen.

·    Das Rauchen, Konsumieren alkoholischer Getränke und sonstiger berauschender Substanzen sind für die Schüler/-innen strengstens verboten.

·    Jeder Suchtmittelmissbrauch wird umgehend bei der zuständigen Behörde zur Anzeige gebracht.

·    Die Ausübung von körperlicher und seelischer Gewalt (Mobbing, auch Cyber-Mobbing) wird nicht akzeptiert. Jeder Schüler/Jede Schülerin soll den Mut aufbringen, beobachtete oder erlebte Vorkommnisse unverzüglich bei einer Lehrperson seines/ihres Vertrauens vorzubringen, damit geeignete Maßnahmen getroffen werden können.

 

SCHULORDNUNG KONKRET IM TAGESLAUF

Zutritt für Fahrschüler/-innen

7:35 Uhr

Die Sonderdienst-Fahrschüler/-innen werden ab dem Zeitpunkt ihres Eintreffens von der Schulwartin im Schulgebäude beaufsichtigt.

Die Regel­-Fahrschüler/-innen können das Schulhaus ab 07.35 Uhrbetreten. Sie werden von der Lehrperson in Bereitschaft bis 07.40 Uhr im Eingangsbereich beaufsichtigt und anschließend in die jeweiligen Gebäudeteile weitergeleitet.

Ab 07.40 Uhr haben alle Schüler/-innen Zugang zum Schulgebäude. Ab diesem Zeitpunkt greift die Aufsicht der Fachlehrperson der ersten Unterrichtsstunde.

Die Schüler/-innen ziehen die Hausschuhe an, begeben sich in ihre Klasse, verhalten sich ruhig und bereiten die Schulsachen vor. In der Garderobe ist Ordnung zu halten.

Unterrichtsbeginn

7:45 Uhr

Pünktlichkeit gehört zur Bildung.

Pause

10:15 – 10:35 Uhr

Zur Pause begeben sich alle Schüler/-innen unverzüglich und geordnet auf den Pausenhof. Es ist verboten, auf Zäunen und Stiegen herumzusitzen. Bei schlechtem Wetter halten sich die Schüler/-innen im Gang auf.

Es ist verboten, während der Pause zu raufen oder das Schulgelände zu verlassen.

Nach dem Läuten begeben sich alle diszipliniert in ihre Klassen, wo sie die benötigten Unterlagen für die nächsten Unterrichtsstunden herrichten.

Unterrichtsende

13:05Uhr

Die Klasse ist in ordentlichem Zustand zu hinterlassen!

Nach Schulschluss begleiten die Lehrpersonen die Schüler/-innen zu den Garderoben. Die Hausschuhe werden an den richtigen Platz gegeben. Das Schulgebäude ist zügig und geordnet zu verlassen.

Mittagspause

Dienstag

12:35 – 13:30 Uhr

Donnerstag und andere Wochentage

13:05 – 14:00 Uhr

Die Schüler/-innen, die die Ausspeisung besuchen, müssen im Pausenhof auf die Aufsichtspersonen warten. Gemeinsam und geordnet begeben sich alle zum Essen in das Josef-Resch-Haus und nach dem Essen mit den Begleitpersonen zurück in den Schulhof.

Verpflichtender

Nachmittagsunterricht

Dienstag

13:30 – 16:00 Uhr

Donnerstag

14:00 – 15:00 Uhr

Der Nachmittagsunterricht beginnt um 13:30 Uhr (Dienstag) bzw. 14:00 Uhr (Donnerstag) und endet um 16:00 Uhr (Dienstag) bzw. 15:00 Uhr (Donnerstag).

Wahlangebote

Die Wahlangebote beginnen donnerstags um 15:00 Uhr. Die Dauer wird jeweils mit der Ausschreibung bekannt gegeben.

Bei Wahlfächern an anderen Wochentagen werden Beginn und Dauer jeweils mitgeteilt. In der Regel beginnen die Wahlfächer um 14:00 Uhr.

 

PFLICHTQUOTE-WAHLBEREICH-FÖRDERUNTERRICHT-HAUSAUFGABENBEGLEITUNG

Die Pflichtquote ist für jeden Schüler/jede Schülerin verbindlich. Alternativ können im Ausmaß von 34h Angebote der Musikschulen des Landes und anderer anerkannter Bildungsträger besucht werden.

Die Teilnahme an Wahlangeboten, Förderunterricht, Hausaufgabenbegleitung am Nachmittag ist freiwillig, nach erfolgter Anmeldung jedoch verpflichtend.

 

ANDERE WICHTIGE HINWEISE

Die Eltern werden ersucht, ihre Kinder möglichst nicht mit dem Auto zu begleiten oder abzuholen, einmal aus verkehrstechnischen Gründen und auch, weil der Schulweg eine soziale Funktion hat.

 

FÜR FAHRSCHÜLER/-INNEN

Fahrschüler/-innen sind Fahrgäste. Auch im Schulbus gelten die Regeln der Höflichkeit.

Beim Einsteigen warten wir, bis der Bus steht und die Türen offen sind. Dann erst nähern wir uns dem Bus und steigen ein, ohne zu drängeln.

Wenn wir ausgestiegen sind, vermeiden wir gefährliche Situationen. Es ist ungemein gefährlich, vor oder hinter dem stehenden Bus die Straße zu überqueren.

Schüler/-innen kann bei unangemessenem Verhalten das ABO+ für einen bestimmten Zeitraum abgenommen werden (Zuständigkeit Busunternehmen + Amt für Mobilität)

In diesem Falle müssen die Eltern für den Schülertransport Sorge tragen.

Wir benutzen die Gehsteige und überqueren die Straße auf dem Zebrastreifen. Anweisungen der Schülerlotsen sind ggf. zu beachten.

 

FÜR ALLE SCHÜLERINNEN

Schulversäumnisse: Absenzen sind beim Klassenvorstand zu rechtfertigen, vorhersehbare Abwesenheiten sind vorzeitig zu melden.

Für den regelmäßigen Schulbesuch sind, dem Gesetz entsprechend, die Eltern verantwortlich. Ferien sind grundsätzlich in Übereinstimmung mit dem Schulkalender zu planen. Individuelle Ferienplanungen wirken sich nachteilig auf den Lernrhythmus der betreffenden Schüler/-innen aus und können zu ungünstigen Dynamiken in Klassengemeinschaften führen. In diesen Fällen sorgen die Eltern dafür, dass ihr Kind / ihre Kinder den versäumten Lernstoff eigenverantwortlich nachholen. Abwesenheiten aus Urlaubsgründen werden von der Schule nicht entschuldigt, sondern lediglich zur Kenntnis genommen.

Verlässt eine Schülerin/ein Schüler den Unterricht begründet vorzeitig, wird sie/er von einer erwachsenen Vertrauensperson abgeholt.

Grundsätzlich werden jedes Fernbleiben bzw. wiederholte Zuspätkommen schriftlich entschuldigt und von den Eltern unterschrieben. Kurze Verspätungen sind mündlich zu rechtfertigen.

 

Krankheiten und unvorhergesehene Verhinderungen werden im Sekretariat gemeldet (evtl. telefonisch). Ansteckende Krankheiten (auch besondere Krankheiten wie Diabetes, Herzkrankheiten, Asthma, ...) müssen sofort gemeldet werden.

Sportunterricht: Die Gesuche für die Befreiung vom Turnunterricht sind mit einem ärztlichen Zeugnis zu belegen. Aus hygienischen Gründen ist die Turnbekleidung nach dem Turnen zu wechseln und mit nach Hause zu nehmen.

Unfälle sind unverzüglich von Lehrpersonen, Schülern/-innen oder Eltern im Sekretariat zu melden. Ärztliche Bescheinigungen, die infolge eines Unfalles im Rahmen des Unterrichts ausgestellt werden, sind unmittelbar nach dem Arztbesuch dem Klassenlehrer/der Klassenlehrerin auszuhändigen oder im Sekretariat einzureichen.

Kostenbeteiligung: Bei Lehrausgängen und Lehrausflügen beteiligen sich die Familien an den entstehenden Kosten im Rahmen der mit Schulratsbeschluss festgelegten Kriterien.

Sprechstunden: Regelmäßige Kontakte und persönliche Gespräche mit den Lehrpersonen sind Voraussetzung für erfolgreiche Erziehung.

Problemsituationen sind mit der Lernberatung zu erörtern. Die Lehrpersonen stehen den Eltern für persönliche Sprechstunden zur Verfügung. Eine telefonische Voranmeldung über das Sekretariat ist erforderlich.

Kontakte mit der Direktorin: Die Direktorin steht Eltern und Schülern/Schülerinnen für Vorschläge, Hinweise, Kritik usw. zur Verfügung. Voraussetzung ist, dass vorher das Gespräch mit den zuständigen Lehrpersonen gesucht wurde.

10.2 Schulordnung Grundschulen

Die Schule versteht sich als ein Haus des Lernens. Durch Erziehung und Unterricht werden die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes gefördert und Basiskompetenzen vermittelt. Eine enge, partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule unterstützt dieses Vorhaben.

Organisatorische Regelungen:

Unterrichtszeit

·       Die Unterrichtszeit ist in der 1. Klasse mit 24 Stunden, in den Klassen 2 - 5 mit 26 Stunden im Kernbereich festgesetzt.

·       Der Unterricht beginnt täglich um 07:45 Uhr (07:30 Uhr Sexten) und endet um 12:45 Uhr (12:30Uhr Sexten).

·       Daraus ergibt sich eine tägliche Unterrichtszeit von 4h und 40 min.

·       Jeweils am Dienstagnachmittag haben die 2.- 5. Klassen 2h Unterricht, die 1. Klassen 1 h Unterricht.

·       An 17 Donnerstagen werden für die 2.-5. Klassen Wahlpflichtfächer umgesetzt.

·       Die Wahlfächer werden an den restlichen 17 freien Donnerstagen angeboten.

Unterrichtsbeginn - Unterrichtsende

·       Der Zutritt zur Schule erfolgt 5 Minuten vor Unterrichtsbeginn. Ab diesem Zeitpunkt werden die Schüler/-innen von den Lehrpersonen beaufsichtigt. Nach Unterrichtsende verlassen die Schüler/-innen unverzüglich das Schulhaus.

·       Wo notwendig, gewährleistet die Schule auch die Aufsicht der Fahrschüler/-innen.

·       Über Unterrichtsverkürzungen werden die Eltern ggf. von den jeweiligen Schulstellenleiter/-innen in Kenntnis gesetzt.

Hausordnung

·       Jeder Schüler/jede Schülerin betritt den Klassenraum mit geeigneten Hausschuhen.
Für das Fach Sport und Bewegung bringt jedes Kind einen Trainingsanzug und eigene Turnschuhe mit.

Pause

·       Die Pause hat eine Dauer von 20 Minuten. Sie dient der Erholung. Die Schüler/-innen verhalten sich im Haus und im Freien rücksichtsvoll. Das Schulgelände darf nicht verlassen werden.

Aufsicht

·       Die Schüler werden während der Schulzeit, bei der Ausspeisung, bei Lehrausgängen und Schulausflügen von den Lehrpersonen beaufsichtigt.

·       Die Schüler/-innen dürfen die beaufsichtigte Gruppe auf keinen Fall verlassen. An Tagen mit Nachmittagsunterricht werden in der Mittagspause nur jene Schüler/-innen beaufsichtigt, die die Ausspeisung besuchen. Die Aufsicht für die anderen Schüler/-innen greift jeweils fünf Minuten vor Unterrichtsbeginn im Schulgebäude.

Versicherung

·       Während der Schulzeit, bei der Ausspeisung, bei Lehrausgängen und Schulausflügen sowie auf dem Schulweg sind die Kinder versichert. In der Zeit außerhalb des Unterrichts tragen die Eltern die Verantwortung für die Sicherheit ihrer Kinder, auch in der Umgebung der Schule.


Pflichten
des Schülers/der Schülerin

·       Die Schüler/-innen müssen Anlagen, Räume und Einrichtungsgegenstände der Schule schonen und auf Ordnung und Sauberkeit achten. Für mutwillig beschädigte Gegenstände haften die Schülereltern.

·       Alle Bücher sind Leihbücher und daher schonend zu behandeln und einzubinden. Vorsätzlich beschädigte bzw. verloren gegangene Schulbücher sind von den Schülereltern zu ersetzen.

·       Für abhanden gekommene Wertsachen (Geld, Uhren, Schmuck, ...) übernimmt die Schule keine Haftung.


Mobiltelefone

·       Der Gebrauch von Mobiltelefonen ist für Schüler/-innen im Schulgebäude und im Schulhof ausdrücklich verboten. Die Handys der Schüler/-innen müssen ausgeschaltet sein. Ansonsten müssen sie für die Zeit des Unterrichts abgegeben und von den Eltern persönlich abgeholt werden. Dringende Telefonate können in Absprache mit den Lehrpersonen über das Fixtelefon der Schule getätigt werden.

Lehrausgänge und Exkursionen

·       Bis zu zweistündige Lehrausgänge und Exkursionen im Ortsbereich führen die Lehrpersonen ohne Benachrichtigung der Eltern durch. Das Sekretariat wird informiert und führt ein Telefonprotokoll.

·       Veranstaltungen bzw. Lehrausgänge außerhalb des Ortsbereichs und solche, welche eine Dauer von zwei Stunden überschreiten, erfordern die Genehmigung der Direktorin und der Eltern.

Absenzen

·       Für den regelmäßigen Schulbesuch der Kinder sind, dem Gesetz entsprechend, die Eltern verantwortlich.

·       Jedes Fernbleiben bzw. wiederholte Zuspätkommen werden schriftlich entschuldigt und von den Eltern unterschrieben. Kurze Verspätungen sind mündlich zu rechtfertigen.

·       Vorhersehbare Absenzen sind mindestens einen Tag vorher schriftlich oder telefonisch zu melden. Die Eltern tragen dafür Sorge, dass der versäumte Lernstoff nachgeholt wird.

·       Verlässt eine Schülerin/ein Schüler den Unterricht begründet vorzeitig, wird sie/er von einer erwachsenen Vertrauensperson abgeholt.

Unfälle im Rahmen des Unterrichts

·       Ärztliche Atteste, die infolge eines Unfalles im Rahmen des Unterrichts ausgestellt werden, sind unmittelbar nach dem Arztbesuch dem Klassenlehrer/der Klassenlehrerin auszuhändigen oder direkt im Sekretariat der Schule einzureichen.

 

Empfehlungen

Kontakt zur Schule

·       Pflegen Sie regelmäßig Kontakt zur Schule (Elternsprechtage, Elternversammlungen, persönliche Sprechstunde, ggf. Elternfortbildungen, Schulfeiern,…)

·       Sollten sich Probleme mit der Schule ergeben oder hat Ihr Kind Schwierigkeiten, wenden Sie sich umgehend an die betreffenden Lehrpersonen und äußern Sie sachlich Ihre Anliegen. In einem gemeinsamen Gespräch lassen sich viele Probleme lösen.

Tagesablauf

·       Nehmen Sie sich Zeit für die Anliegen Ihrer Kinder! Ermöglichen Sie ihnen einen regelmäßigen Tagesablauf und ausreichenden Schlaf.

Arbeiten und Lernen

·       Wir bitten Sie, das Kind zu Hause zum selbstständigen und gewissenhaften Arbeiten und Lernen zu motivieren. Es ist für das Kind sehr wichtig, wenn es merkt, dass Sie Interesse am Schulgeschehen und an seinem Lernfortschritt zeigen.

·       Unterstützen Sie uns in unseren Bemühungen um Ordnung und Sauberkeit.

Abwesenheiten

·       Bitte planen Sie keine zusätzlichen Ferien innerhalb der Unterrichtszeit ein. Dies unterbricht den Lernzyklus Ihres Kindes und kann zu ungünstigen Dynamiken in der Klassengemeinschaft beitragen. Abwesenheiten aus Urlaubsgründen werden seitens der Schule nicht entschuldigt, sondern lediglich zur Kenntnis genommen.

10.3 Schulordnung und neue Lernkultur

Wir als Schule fördern den Aufbau von Selbstständigkeit und Eigenverantwortung

Damit Selbstständigkeit und Eigenverantwortung wachsen können, übertragen wir unseren Schülerinnen und Schülern nach Alter und Entwicklungsstand zunehmend mehr Verantwortung für das eigene Lernen.

Wir muten unseren Schülerinnen und Schülern in immer größerem Ausmaß zu, selbstständig ihre Arbeit zu planen und durchzuführen. Dabei organisieren sie sich zunehmend selbst – sie beschaffen selbst die notwendigen Unterlagen und Informationen, recherchieren allein oder in kleinen Gruppen in der Bibliothek, im Computerraum, an den verschiedenen Arbeitsplätzen im Schulhaus, arbeiten selbstständig an Projekten, führen selbstständig Experimente durch und bereiten die Umgebung bzw. die Materialien und Geräte vor, die sie für eventuelle Präsentationen brauchen.

Das heißt, neben der Arbeit im Klassenverband, unter Aufsicht der verantwortlichen Lehrperson, arbeiten die Schülerinnen und Schüler fallweise und zeitlich begrenzt alleine oder in kleinen Gruppen an anderen Orten im Schulareal, wenn

·    das von der Lehrperson angeregt wurde

·    das fachlich und pädagogisch sinnvoll und notwendig erscheint

·    die Schülerinnen und Schüler auf eventuelle Gefahren und ein entsprechendes Verhalten durch die Lehrperson hingewiesen wurden und

·    eine ständige indirekte und zeitweise direkte Aufsicht gewährleistet ist.

10.4 Schulordnung und externe Lernorte

Auch bei größeren Projekten und schulbegleitenden Veranstaltungen wird den Schülerinnen und Schülern – immer dem Alter und Entwicklungsstand entsprechend – zunehmend mehr Verantwortung übertragen.

Damit die Sicherheit jeder Schülerin / jedes Schülers gewährleistet werden kann, sind ein entsprechendes Verhalten und eine aktive Teilnahme am eigenen und gemeinsamen Sicherheitsmanagement von Seiten der Schüler und Schülerinnen erforderlich.

Die Schüler und Schülerinnen haben die Pflicht, die nachfolgend aufgelisteten allgemeinen Bestimmungen sowie die in der Schulordnung und in den Hinweisen zu den Ausflügen, Lehrfahrten, Sport- und Projekttagen… enthaltenen Regeln und Anweisungen zu befolgen.

 

Allgemeine Bestimmungen:

·    Die Schülerinnen und Schüler befolgen die getroffenen Vereinbarungen und die Anweisungen aller Aufsichtspersonen sowie all jener, die als Externe in die jeweiligen Veranstaltungen bzw. Projekte eingebunden sind. Bei Bezirks-, Landes- und Staatsmeisterschaften der Mittelschulen können Trainier bzw. Vereinsexponenten und in Ausnahmefällen Eltern mit der Aufsicht von Schülerinnen und Schülern beauftragt werden.

·    Die Schülerinnen und Schüler hantieren nicht mit Geräten, zu deren Bedienung sie nicht berechtigt sind, versuchen Geräte, die nicht mehr funktionieren, nicht selbst zu reparieren, steigen nicht auf Bänke, Kästen, Leitern…, greifen nicht ohne Erlaubnis zu Putzmitteln und anderen gefährlichen Flüssigkeiten und bewegen sich im Schulareal in einem angemessenen Tempo.

·    Die Schülerinnen und Schüler übernehmen Verantwortung, indem sie sich so verhalten, dass sie sich selbst und andere nicht in Gefahr bringen. Nicht korrektes Verhalten von Mitschülern und Mitschülerinnen wird umgehend den Aufsichtspersonen gemeldet.

·    Die Schülerinnen und Schüler tragen die den jeweiligen Umständen entsprechende Kleidung und das entsprechende Schuhwerk und erscheinen bei besonderen Anlässen und Projekten mit der vorgeschriebenen Ausrüstung.

·    Allergien, Krankheiten, verpflichtende Medikamenteneinnahmen sind der Schule bzw. den Lehrpersonen schriftlich mitzuteilen.

·    Die Schülerinnen und Schüler bringen keine gefährlichen Gegenstände (Messer, Feuerzeuge, Knallfrösche und Feuerwerkskörper…) in die Schule und zu schulischen Veranstaltungen mit.

 

·    Die Eltern der Schülerinnen und Schüler weisen diese immer wieder auf die oben genannten Bestimmungen hin und besprechen mit diesen, vor besonderen Anlässen und Projekten, die von der Schule bzw. den Lehrpersonen mitgeteilten Verhaltensregeln. Dabei werden auch mögliche Gefahrenquellen angesprochen.

11 Beschlüsse des Schulrates
11.1 Rahmenstundenpläne (Beschluss Nr. 02 vom 29.04.2019)

Stundenplan Grundschulen Innichen, Vierschach und Winnebach

Stundenplan Grundschule Sexten

Stundenplan Mittelschule

Stundenplan ab 2019/20 MS Innichen

(genehmigt mit Beschluss des Schulrates Nr. 02 vom 29.04.2019)

 

 

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

07.45 – 08.15

90

60

90

60

90

08.15 – 08.45

08.45 – 09.15

90

90

09.15 – 09.45

60

60

60

09.45 – 10.15

10.15 – 10.35

Pause

10.35 – 11.05

90

60

90

60

90

11.05 – 11.35

11.35 – 12.05

60

90

12.05 – 12.35

60

60

60

12.35 – 13.05

MP 12.35 – 13.30

13.05 – 14.00

Mittagspause

90

Mittagspause

14.00 – 14.30

 

 

WPF 3

 

14.30 – 15.00

15.00 – 15.30

 

WPF 1/2

 

WF

 

15.30 – 16.00

16.00 – 16.30

 

 

 

WF

 

16.30 – 17.00

               

11.2 Schülerbeiträge (Beschluss des Schulrates Nr. 09 vom 15.11.2017)

1.     Ab dem Schuljahr 2017/18 bis auf Widerruf ist je Schüler/-in folgender Schülerbeitrag einzuzahlen:

Für die Schüler/-innen der Grundschule:              35,00 Euro pro Schuljahr

Für die Schüler/-innen der Mittelschule:                40,00 Euro pro Schuljahr

Dieser Betrag ist ein pauschaler Beitrag für die im Zuge der Unterrichtstätigkeiten anfallenden Spesen für diverse Verbrauchs- und Bastelmaterialien, Kopien, für Arbeits- und Verbrauchsmaterialien bei kleineren Projekten sowie für Eintritte und Fahrtkosten bei eintägigen unterrichtsbegleitenden Veranstaltungen, usw...

Nicht inbegriffen sind die Spesen für mehrtägige Lehrfahrten, für besondere Projekte sowie für besondere Ausgaben im Wahlbereich. Die diesbezüglichen Spesen werden fallweise und getrennt eingehoben.

Der Schülerbeitrag wird zu Beginn des jeweiligen Schuljahres eingehoben und ist nicht rückerstattbar. Sollten sich Schüler/-innen im Laufe des Schuljahres an einer Schule einschreiben, wird der Beitrag zum Zeitpunkt der Einschreibung eingehoben. Im Falle von Einschreibungen ab dem 2. Semester wird der Beitrag zur Hälfte eingehoben.

Der Termin für die Einzahlung des Schülerbeitrages auf das Bank K/K der Schule wird den Schüler/-innen in einem eigenen Schreiben mitgeteilt.

2.     Ab dem Schuljahr 2017/18 bis auf Widerruf gilt folgende Regelung zur Befreiung der Schülerinnen und Schüler von der Entrichtung des jährlichen Schülerbeitrags.

Im Falle dokumentierter Bedürftigkeit besteht die Möglichkeit einer gestaffelten Befreiung von der Entrichtung der Schülerbeiträge. Dies geschieht in Anlehnung an das Dekret des Landeshauptmanns vom 11. August 2000, Nr. 30 "Durchführungsverordnung zu den Maßnahmen der finanziellen Sozialhilfe und zur Zahlung der Tarife der Sozialdienste". Erreicht der Faktor der wirtschaftlichen Lage den Wert null (bei völligem Fehlen von Einkommen und Vermögen), so wird der/die Schüler/in vom Entrichten der Schülerbeiträge befreit und der Schulsprengel übernimmt die Kosten. Bei einem Faktor von 0,1 bis 1,5 wird dem/der Schüler/in die Gebühr zur Hälfte angelastet, die andere Hälfte übernimmt der Schulsprengel. Ist der Faktor höher als 1,5 wird keine Reduzierung bzw. Befreiung gewährt. Die Ermäßigung bzw. Befreiung erfolgt aufgrund der Vorlage einer entsprechenden schriftlichen Bestätigung von Seiten der Bezirksgemeinschaft Pustertal - Sozialdienste durch die Schülereltern.

3.     Bei Verlust oder mutwilliger Beschädigung von Schuleigentum durch Schüler/-innen (Leihbücher, Bücher, Lehrmittel, Einrichtungsgegenstände usw.) ist die Schulführungskraft ermächtigt, die jeweilige Entschädigungshöhe bzw. Form der Entschädigung zu Lasten des Schülers bzw. dessen Erziehungsberechtigten festzulegen.

11.3 Klassenbildung bei Parallelklassen (Beschluss Nr. 15 vom 12.10.2016)

Kriterien zur Klasseneinteilung an den Grundschulen

Wird aufgrund der Schülerzahl die Errichtung von Parallelklassen notwendig, so erfolgt die Aufteilung der Schüler/-innen wie folgt:

·    Die Schulstellenleitung und eventuell die Lehrpersonen der 1. Klassen halten Rücksprache mit dem Kindergarten, um Meinungen und Vorschläge einzuholen.

·    Es wird immer versucht „gleichwertige“ Lerngruppen (nach Ortschaft, Verhalten, Geschlecht und „Leistung“) zu bilden.

·    Bei Zwillingen bzw. wenn Geschwister in derselben Klasse zusammenkommen, entscheiden die Eltern über den Verbleib in derselben Klasse oder die Einteilung in verschiedene Züge.

·    Schüler/-innen mit nicht deutscher Muttersprache sowie Schüler/-innen mit Funktionsbeschreibungen bzw. mit Funktionsdiagnosen werden den Klassen auf Grund didaktischer Überlegungen und der zur Verfügung stehenden Ressourcen zugewiesen. Gleichzeitig wird auch die Klassengröße bestimmt.

·    Eltern- und Schülerwünsche bezüglich Lerngruppe werden grundsätzlich nicht berücksichtigt.

·    In allen hier nicht eigens angeführten Sonderfällen entscheidet die Direktorin.

 

Kriterien zur Klasseneinteilung an der Mitteschule

·    Grundsätzlich werden Buben und Mädchen gleichmäßig auf die Klassen verteilt. Die Schüler/-innen aus Innichen, Vierschach, Winnebach und Sexten/Moos werden so aufgeteilt, dass – soweit möglich und zielführend – jedes Kind mit einem weiteren Kind aus dem gleichen Ort zusammenkommt.

·    Es wird immer versucht, „gleichwertige“ Lerngruppen festzulegen, d. h. in jeder Klasse sollen schwache und leistungsstarke Schüler/-innen sein. Bezug genommen wird auch auf das Verhalten.

·    Die Zusammensetzung der Lerngruppe wird durch eine Arbeitsgruppe aus Vertreter/-innen der Lehrpersonen der fünften Klasse, je einer Lehrperson pro Lerngruppe aus der Mittelschule, von der man weiß, dass sie im nächsten Schuljahr für mehrere Stunden in einer ersten Klasse unterrichten wird und der Direktorin vorgenommen. Dadurch sind alle Teilnehmer an einer Gleichbehandlung interessiert (und stellen sich nicht die eigene Klasse zusammen). Der Klassenzug wird nachträglich bestimmt, wobei Geschwister nicht automatisch demselben Klassenzug zugeordnet werden.

·    Schüler/-innen mit Funktionsdiagnosen, Funktionsbeschreibungen und Schüler/-innen mit nicht deutscher Muttersprache werden den Klassen aufgrund didaktischer Überlegungen und zur Verfügung stehender Ressourcen zugewiesen; gleichzeitig wird auch die Klassengröße bestimmt.

·    Eltern- und Schülerwünsche bezüglich Lerngruppe und/oder Lehrpersonen werden grundsätzlich nicht berücksichtigt.

·    Schüler/-innen, welche versetzt werden, verbleiben grundsätzlich im gleichen Zug.

·    Bei Zwillingen bzw. wenn Geschwister in derselben Klasse zusammenkommen, entscheiden die Eltern über den Verbleib in derselben Klasse oder die Einteilung in verschiedenen Züge.

·    Repetenten und Repetentinnen wechseln in der Regel den Klassenzug, außer es liegen ein begründeter Wunsch der Eltern und ein entsprechender Beschluss des Klassenrates vor.

·    In allen hier nicht eigens angeführten Sonderfällen entscheidet die Direktorin.

11.4 Unterrichtsbegleitende Veranstaltungen (Beschluss Nr. 11 vom 08.11.2013)

Schulbegleitende Veranstaltungen sind Unterrichtsformen, die außerhalb des Schulareals und unter der pädagogischen Leitung und Verantwortung der Lehrpersonen durchgeführt werden. Übergeordnetes Ziel der Veranstaltungen ist die Erschließung bekannter und unbekannter Lebenswelten. Anregung zum eigenen Erkunden und Handeln, zum Entdecken und ganzheitlichen Lernen stehen im Vordergrund.

a)     Kurze Lehrausgänge (0 - 2 Stunden) innerhalb der Unterrichtszeit und im Nahbereich der Schule werden von den zuständigen Lehrpersonen im Sekretariat telefonisch gemeldet (Telefonprotokoll). Bei längeren Lehrausgängen bzw. -ausflügen ist ein Ansuchen mit detailliertem Programm schriftlich und zeitgerecht an die Schulführungskraft zu richten.

b)     Eltern müssen rechtzeitig und schriftlich über die Durchführung von unterrichtsbegleitenden Veranstaltungen in Kenntnis gesetzt werden.

c)     Die Teilnahme an allen von der Schule geplanten Lehrausgängen ist für Lehrer/-innen und Schüler/-innen verbindlich. Die Teilnehmerquote im Zusammenhang mit Lehrausgängen muss 85 % - 90 % je Klasse betragen. Die entsprechende Entscheidung nimmt der Klassenrat vor. Sollten Eltern keine Erlaubnis erteilen, verfügt die Schulführungskraft die Freistellung der Schüler/-innen von der Teilnahme und eventuell die Eingliederung in eine andere Klasse.

d)     Die Ausgaben für unterrichtsbegleitende Veranstaltungen müssen dem Grundsatz der Sparsamkeit und Angemessenheit entsprechen, damit die Belastung der Eltern so gering wie möglich gehalten werden kann.

e)     Der Stundenplan wird bei ganztägigen Lehrausgängen und Projekttagen nach Absprache mit den Eltern, den Schülerbeförderungsdiensten, den Organisatoren der Ausspeisung autonom nach den pädagogischen Zielsetzungen und der Situation vor Ort gestaltet. Die Aufsicht für Kinder, die früher kommen (Fahrschüler) bzw. später abgeholt werden, wird von den Lehrpersonen im Einvernehmen mit den Eltern organisiert.

f)      Für die Durchführung unterrichtsbegleitender ganztägiger Veranstaltungen können im Laufe eines Schuljahres in der Regel zwei bis drei Schultage beansprucht werden. Ausnahmen stellen mehrtägige Lehrausflüge sowie unterrichtsbegleitende Veranstaltungen im Rahmen der Berufsorientierung dar. Weiters sind zwei oder drei halbtägige Lehrausgänge/-ausflüge, abhängig von der Anzahl der ganztägigen Exkursionen, möglich. Nicht definiert ist die Anzahl der Exkursionen im Ausmaß von 3,5 Stunden. Ganztägige Lehrausgänge und -fahrten sollten in der Grundschule zehn Stunden nicht überschreiten und die Ziele nicht mehr als 150 km vom Schulort entfernt sein. In der Mittelschule sollten sie nicht länger als 12 Stunden dauern und die Ziele nicht mehr als 250 km entfernt sein. Ausnahmen müssen begründet werden.  Die Fahrtzeit darf die Hälfte der Gesamtzeit nicht überschreiten.

g)     Jeder Klasse wird ab dem Schuljahr 2009/10 beginnend mit den ersten Klassen im Laufe der Mittelschule maximal ein mehrtägiger Lehrausflug genehmigt, wobei je Schuljahr höchstens vier Klassen mehrtägig unterwegs sein dürfen. In der Grundschule sind mehrtägige Lehrausflüge nicht vorgesehen. Der externe Lernort Burger Hof bleibt von dieser Regelung ausgenommen, so lange es sich um ein ESF-Projekt handelt.

h)     Grundsätzlich werden für Fahrten öffentliche Verkehrsmittel verwendet. Falls dies die Organisation erschwert, ist auch die Benutzung von Taxis, Bussen und Fahrrädern möglich. Grundsätzlich untersagt ist die Benutzung von Privatfahrzeugen.

i)      Durchführung und Aufsicht sind bei allen Veranstaltungen so zu organisieren, dass die „Sicherheit der Kinder“ garantiert ist. In der Regel werden Schülergruppen von zwei Lehrpersonen begleitet. Eine diesbezügliche Ausnahme stellen Lehrausgänge und Lehrausflüge im Nahbereich der Schule dar.

11.5 Anerkennung außerschulischer Bildungsangebote

a) Mit Beschluss des Schulrates Nr. 5 vom 08.04.2015 wird festgelegt,

die Anerkennung der Bildungstätigkeiten an der Musikschule für die Pflichtquote mit Wahlmöglichkeiten wie folgt umzusetzen:

·       Grundschulen:         34 Stunden (17 mal 2 Stunden) mit Verteilung der Wahlpflichtblöcke laut Schulkalender

·       Mittelschule:             1./2. Klassen        34 Stunden jeweils am Dienstag von 15.00 bis 16.00 Uhr

3. Klassen            34 Stunden jeweils am Donnerstag von 14.00 bis 15.00 Uhr

 

b) Mit Beschluss des Schulrates Nr. 5vom 27.05.2019 wird festgelegt,

·       die Anerkennung des Handballtrainings durch den ASV Handball Hochpustertal für die Kategorien U11 (3./4./5. Klasse GS), U13 (1./2. Klasse MS) und U15 (3. Klasse MS)

·       die Anerkennung der Angebote des AWSV Amateurwintersportverein Innichen Raiffeisen

zu genehmigen.

11.6 Disziplinarmaßnahmen (Beschluss des Schulrates Nr. 01 vom 23.02.2010)

Die Disziplinarordnung der Schule definiert jene Verhaltensweisen, die als Disziplinarverstöße gelten und legt die diesbezüglichen Sanktionen fest.

Grundsätze

Die Disziplinarmaßnahmen verfolgen einen erzieherischen Zweck und zielen darauf ab, das Verantwortungsbewusstsein zu stärken; sie sollen zum korrekten Verhalten innerhalb der Schulgemeinschaft zurückführen.

Die Disziplinarmaßnahmen haben pädagogischen Wert.

Vor Verhängung von Disziplinarmaßnahmen muss der Schüler/die Schülerin die Gelegenheit erhalten, die Gründe für sein/ihr Verhalten darzulegen.

Disziplinarmaßnahmen dürfen die Leistungsbewertung in keiner Weise beeinflussen.

Die Verantwortung für Disziplinarverstöße ist immer persönlich.

Eine freie Meinungsäußerung, die korrekt vorgebracht wird, darf in keinem Fall bestraft werden.

Disziplinarmaßnahmen haben die in der Schüler- und Schülerinnencharta enthaltenen Pflichten und Rechte zur Grundlage.

 

Schlichtungskommission

Die Schlichtungskommission im Sprengel laut Art. 6, Abs. 2 der Schüler- und Schülerinnencharta setzt sich folgendermaßen zusammen, wobei für jede Kategorie die Vertretung der Schulstufen gewährleistet sein muss:

a)   Direktor/in des Sprengels

b)   zwei Elternvertreter als effektive Mitglieder und zwei Ersatzmitglieder (vom Elternrat gewählt)

c)   zwei Lehrpersonen als effektive Mitglieder und zwei Ersatzmitglieder (vom Lehrerkollegium gewählt)

Den Vorsitz der Schlichtungskommission hat ein/eine Elternvertreter/in inne.

Der/die Vorsitzende ernennt ein Mitglied der Kommission zum/zur Sekretär/in, welcher/e das Protokoll erstellt.

Die Ersatzmitglieder nehmen das Amt in der Schlichtungskommission im Falle von Befangenheit oder Abwesenheit der effektiven Mitglieder wahr.

Neben den Fällen der Befangenheit, welche im Artikel 30 des Landesgesetzes vom 22. Oktober 1993, Nr. 17 angeführt sind, gelten Lehrervertreter/-innen als befangen, wenn sie dem Klassenrat der Klasse des/der Schülers/Schülerin angehören, den/die die Disziplinarmaßnahme betrifft, während Elternvertreter/-innen als befangen gelten, wenn sie der Klasse angehören oder Eltern eines/einer Schülers/Schülerin der Klasse sind, die der Rekurs betrifft.

Die Schlichtungskommission bleibt maximal drei Jahre im Amt, sofern die Vertretung der jeweiligen Kategorie der Schulstufe gewährleistet ist. Die zu ersetzenden Mitglieder werden gemäß Wahlprotokoll nachbestellt und im Bedarfsfall von den zuständigen Gremien neu gewählt.

Die Schlichtungskommission entscheidet über Streitfälle, die aus der Auslegung der Schüler- und Schülerinnencharta an den Schulen entstanden sind.

Die Schlichtungskommission ist beschlussfähig, wenn mindestens drei Mitglieder anwesend sind. Der Beschluss wird mit Stimmenmehrheit der Anwesenden, die sich nicht der Stimme enthalten dürfen, gefasst. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des/der Vorsitzenden. Es wird geheim abgestimmt.

Die Entscheidungen müssen innerhalb von 10 Tagen nach Einreichung des Rekurses getroffen und unumgänglich den Beschwerdeführern mitgeteilt werden.

 

Verhaltensweisen, die als Disziplinarverstöße gelten und die diesbezüglichen Sanktionen

A) Verstöße gegen die Schulregeln und jene des menschlichen Zusammenlebens, aggressives Verhalten einem Vorgesetzten oder Mitschüler gegenüber, Störung während des Unterrichts:

Folgen

·    Ermahnung seitens der Lehrperson

·    Die Lehrperson führt ein klärendes Gespräch mit dem/der Schüler/-in; sie macht ihn/sie auf mögliche Folgen aufmerksam.

·    In Wiederholungsfällen lädt die Lehrperson die Schülereltern zu einer Aussprache ein.

·    Durch die Schüler/-innen umzusetzende Maßnahmen: mündliche Entschuldigung, schriftliche Entschuldigung, schriftliche Reflexion mit Begründung des Fehlverhaltens und persönlichen Vorschlägen zur Verhaltensänderung, Arbeit mit der Schulordnung als Grundlage, Auszeiten unter Gewährleistung der Aufsicht, Tätigkeiten für die Schulgemeinschaft mit Erledigung kleinerer anfallender Aufträge.

·    Eltern, Klassenrat, Schulberater, im Bedarfsfalle Schulführungskraft treffen sich zu einer Aussprache.

·    Ausarbeitung eines Vertrages (Verhaltenskatalog) zwischen Schüler/-in, Schulführungskraft, Lehrperson/-en, Eltern und evtl. weiteren Beteiligten

·    Eintragung ins Klassenbuch; sie hat die unmittelbare Mitteilung an die Eltern durch die Lehrperson zur Folge.

·    In Fällen schwerer oder wiederholter dokumentierter (drei Eintragungen) Verstöße gegen die Disziplinarordnung kann der Klassenrat Schülerinnen und Schüler von der Schulgemeinschaft ausschließen. Unabhängig davon kann ein Ausschluss von unterrichtsbegleitenden Veranstaltungen auch präventiv erfolgen, wenn ein erhöhtes Sicherheitsrisiko für die Beteiligten zu erwarten ist. Es wird von Fall zu Fall entschieden, ob der/die Schüler/-in zu Hause bleiben muss oder alternativ beschäftigt wird.

Die aufgelisteten Maßnahmen stellen keine Rangordnung, sondern eine Auswahlliste für den zuständigen Klassenrat dar. Die Disziplinarmaßnahmen sind dem Fehlverhalten angemessen, zielen auf das Gewinnen von Einsicht und die allgemeine Sicherheit aller Mitglieder der Schulgemeinschaft.

B) Den Schulpflichten nicht nachgekommen:

Folgen

·    Versäumtes muss nachgeholt werden.

·    Dauerndes „Vergessen" hat „Zusatzarbeiten" zur Folge (nach Ermessen der Lehrperson/-en).

·    Regelmäßige Information der Eltern

C) Verursachen von Schäden

Folgen

·    Fremdes und allgemeines Gut ist zu schätzen wie eigenes.

·    Mutwillig angerichtete Schäden müssen wiedergutgemacht werden.

Vorgangsweise

Über Disziplinarmaßnahmen, die von einzelnen Lehrpersonen gesetzt werden, ist der Klassenvorstand zu informieren.

Jene Maßnahmen, die den zeitweiligen Ausschluss eines Schülers betreffen, sind im Klassenrat zu beschließen.

Alle verhängten Disziplinarmaßnahmen werden im Klassenbuch/Lehrerregister festgehalten.

Jene Lehrperson/Klassenräte, die Maßnahmen setzt/setzen, ist/sind verpflichtet, deren Durchführung auch zu überprüfen.

Die Eltern werden über die verhängten Strafen informiert.

Rekurse

Gegen Disziplinarmaßnahmen können Erziehungsberechtigte innerhalb von drei Tagen nach Erhalt der schriftlichen Mitteilung Rekurs bei der schulinternen Schlichtungskommission einreichen.

12 Fortbildungskonzept

12.1 Persönlicher Fortbildungsplan der Lehrpersonen

Er setzt sich zusammen aus

a) den schulinternen Angeboten

b) den Angeboten des Schulverbundes Pustertal (Link: www.schulverbund-pustertal.it/fortbildung)

c) den Angeboten des Fortbildungsplans des Landes einschließlich jener der Dienststelle für AVM (Dienststelle für audiovisuelle Medien)

·    Zusätzliche Fortbildungsangebote anderer Anbieter müssen vom Lehrerkollegium genehmigt werden, damit der Außendienst greift. Für die Anerkennung als Fortbildung ohne Außendienstvergütung genügt die Genehmigung der Direktion. In beiden Fällen gilt, dass die Fortbildungsveranstaltungen ins pädagogisch/didaktische Konzept der Schule passen müssen.

·    Bei der Auswahl von Ganztagsseminaren ist darauf zu achten, dass der Unterricht vor Ort organisierbar bleibt.

·    Der persönliche Fortbildungsplan umfasst den Zeitraum Juli des laufenden – Juni des folgenden Schuljahres, er entspricht also den Planungszeiträumen der Landes- und Bezirksfortbildung.  Er wird bei der Abgabe eingereicht, damit die Übereinstimmung mit den Kriterien zu den Außendiensten überprüft werden und die Genehmigung des Außendienstes erfolgen kann. Neue Lehrpersonen reichen ihren Fortbildungsplan zu Schuljahresbeginn ein.

12.2 Schulinterne Lehrerfortbildung SCHILF

Die schulinterne Fortbildung entspricht den Entwicklungsschwerpunkten der Schule. Sie wird in der Regel von den Koordinatoren/Koordinatorinnen, den Leitern/Leiterinnen der Fach- und Arbeitsgruppen sowie den Besuchern aktueller Kursfolgen und Lehrgänge auf Landes- und Bezirksebene vorgeschlagen.

Der SCHILF-Plan lehnt sich inhaltlich an den Dreijahresschwerpunkt (siehe Teil B) und die Leitsätze der Schule an:

·         Gesundheitsfördernde Schule

·         Lesefreundliche Schule

·         Sprachenfördernde Schule

·         Inklusive Schule

·         Kreative Schule

·         Denk(er)schule - MINT

 

Um eine Fortbildung anbieten zu können, sind in der Regel zehn Teilnehmer/-innen erforderlich. Begründete Abweichungen von dieser Zahl sind möglich. Entscheidend sind Fortbildungsinhalt, Zielgruppe... Kooperationen mit anderen Schulen sind möglich.

13 Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung

13.1 Qualitätskonzept (Beschluss SR Nr. 8 vom 31.05.2018) 

Längerfristiges Qualitätskonzept - Qualitätsmanagement durch die Schule

Rechtliche Bezugsquellen

  BLR Nr. 1589 /2012 - Durchführungsverordnung über die Evaluation des Bildungssystems des Landes, Abschnitt2, Art.2:

Die Kindergartensprengel und Schuldirektionen erheben autonom ihre Bildungswirkung mit geeigneten Verfahren und Mitteln und evaluieren sich selbst. Sie vergleichen die festgelegten Ziele mit dem verbindlichen Qualitätsrahmen und mit den Zielen ihres eigenen Leitbildes und Bildungsprogramms oder Schulprogramms. Auf der Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse ziehen sie die entsprechenden Schlussfolgerungen, leiten Maßnahmen zur Optimierung sowie weitere Schritte für die Entwicklung der Bildungsprozesse ab und setzen diese um.

Die Kindergartensprengel und Schuldirektionen erarbeiten ein mehrjähriges Konzept der Qualitätsentwicklung, welches am Qualitätsrahmen ausgerichtet ist, und geben der gesamten Kindergarten- und Schulgemeinschaft die gewählten Evaluationsbereiche und Verfahren sowie Schlussfolgerungen und Maßnahmen bekannt, die im Bildungsprogramm oder Schulprogramm verankert werden.

  Landesgesetz Nr. 12 / 2000 - Autonomie der Schulen, Art. 16

  Landesgesetz Nr. 5 / 2008, Art. 1/bis – Bildungsgesetz

  BLR Nr. 1599 / 2014 – Qualitätsrahmen

  Landesgesetz 14/2016: „Änderung zu Landesgesetzen im Bereich Bildung“

  RS des SAL Nr. 24/2016: „Hinweise zur Gliederung des Dreijahresplans des Bildungsangebotes“

  Mitteilung des SAL vom 20.09.2016: „Dreijahresplan: Qualitätskonzept und Unterstützungsangebot“

Zuständigkeiten (Qualitätsbeauftragte/r, Steuergruppe, Evaluationsgruppe…, Schulführungskraft)

Das Qualitätsmanagement ist im erweiterten Leitungsteam des Schulsprengels Innichen angesiedelt. Es setzt sich aus den Schulstellenleiter/-innen der Grundschule, den Lehrpersonen mit Schulleitungsaufgaben der Mittelschule, den Koordinatoren/Koordinatorinnen, den Didaktischen Systembetreuer/-innen, dem Direktorstellvertreter und der Schulführungskraft zusammen. Themenbezogen können weitere Untergruppen gebildet und/oder weitere Lehrpersonen kooptiert werden.

Das erweiterte Leitungsteam ist entscheidungsbefugt und

·       erstellt auf der Grundlage des Dreijahresplans des Bildungsangebotes das längerfristige Qualitätskonzept (Teil A),

·       definiert konkrete Maßnahmen zur Qualitätssicherung (Teil B)

·       nimmt bei Bedarf jährliche Anpassungen, Ergänzungen, Konkretisierungen … vor (Teil C)

·       koordiniert die interne Evaluation auf Schulsprengelebene. Hierzu laufen alle Informationen zu Evaluationsvorhaben auf Schulsprengel- und Schulebene hier zusammen

·       ist für Interpretation der Ergebnisse der externen Evaluation und die Ableitung von Maßnahmen zuständig

Feedbackkultur

·       Die Lehrpersonen tauschen sich über die Arbeitsqualität aus und pflegen das kollegiale Feedback, u.a. im Rahmen kollegialer Hospitationen. Kollegiale Hospitationen werden für die SCHILF anerkannt.

·       Die Lehrpersonen holen sich Rückmeldungen von den Schülerinnen und Schülern.

·       Die Schule bezieht die Eltern und andere Netzwerkpartner in den Qualitätsentwicklungsprozess ein.

·       Die Schulführungskraft holt Feedbacks zur Qualität ihrer Arbeit ein.

·       Die Ergebnisse der internen Evaluation dienen

·       der gegenseitigen Bestärkung und Unterstützung

·       der kritischen Reflexion

·       der Ableitung von Maßnahmen

·       der Weiterentwicklung der Schulqualität

Teilnahme an Lernstandserhebungen und Umgang mit den Ergebnissen

Die Ergebnisse der Lernstandserhebungen werden in den Fachgruppen bzw. in den Klassenräten interpretiert. Bei Bedarf wird das Unterstützungsangebot des Bereichs Innovation und Beratung (Pädagogische Abteilung) genutzt.

Ablauf / Organisation der internen Evaluation

Bezug zum Qualitätsrahmen

Längerfristig wird auf einen ausgewogenen Bezug zu den Bereichen des Qualitätsrahmens geachtet. Themenwahl und Abläufe gestalten sich auf den verschiedenen Ebenen wie folgt:

a)  Schulsprengelebene

·       Die Themenwahl erfolgt grundsätzlich mit Bezug auf den Dreijahresplan des Bildungsangebotes (Leitsätze und Dreijahresschwerpunkt).

·       Daneben sind Evaluationsvorhaben aufgrund aktueller Fragestellungen möglich.

·       Das erweiterte Leitungsteam, die Koordinatoren/Koordinatorinnen mit den Arbeitsgruppen, die Fachgruppen, der Elternrat und der Schulrat können Vorschläge zu Evaluationsthemen einbringen. Diese Organisationseinheiten sorgen auch für die Umsetzung einschließlich Definition der Instrumente, Durchführung der Befragung, Interpretation der Ergebnisse, Ableitung von Maßnahmen und Entscheidung zu Kommunikationsprozessen. Bei Bedarf kann auf das Unterstützungsangebot des Bereichs Innovation und Beratung (Pädagogische Abteilung) zurückgegriffen werden.

·       Alle Koordinierungsaufträge inkludieren die Evaluation der zu gestaltenden Schul- und Unterrichtsentwicklungsbereiche einschließlich Definition der Themen und Instrumente, Durchführung der Befragung, Interpretation der Ergebnisse, Ableitung von Maßnahmen und Entscheidung zu Kommunikationsprozessen. Die Umsetzung erfolgt gemeinsam mit den jeweiligen Arbeitsgruppen. Bei Bedarf kann auf das Unterstützungsangebot des Bereichs Innovation und Beratung (Pädagogische Abteilung) zurückgegriffen werden.

b)  Schulstellenebene

·       Die Themenwahl erfolgt grundsätzlich mit Bezug auf den Dreijahresplan des Bildungsangebotes (Leitsätze und Dreijahresschwerpunkt).

·       Daneben sind Evaluationsvorhaben aufgrund aktueller Fragestellungen möglich.

·       Die Teilkollegien sorgen für die Planung und Durchführung sowie für die Auswertung, Interpretation, Kommunikation der Evaluationsergebnisse und der abgeleiteten Maßnahmen (Elternnachmittage, Klassenrat mit Eltern…). Bei Bedarf kann das Unterstützungsangebot des Bereichs Innovation und Beratung (Pädagogische Abteilung) genutzt werden.

c)  Evaluation des eigenen Unterrichts

·       Die Themenwahl erfolgt grundsätzlich mit Bezug auf den Dreijahresplan des Bildungsangebotes (Leitsätze und Dreijahresschwerpunkt).

·       Daneben sind Evaluationsvorhaben aufgrund aktueller Fragestellungen möglich.

·       Die Lehrpersonen evaluieren ihren Unterricht mit geeigneten Verfahren. Sie verfügen dabei über die Datenhoheit, d.h. sie entscheiden selbst, wie sie mit den Ergebnissen umgehen.

·       Für die Durchführung und Auswertung der Selbstevaluation stehen unter www.iqesonline.net eine Auswahl geeigneter Verfahren und Methoden zur Verfügung. Alle Lehrpersonen haben mittels Account Zugang zu den Unterlagen.

·       Bei Direktberufungen, in der Berufseinstiegsphase, im Berufsbildungs- und Probejahr sowie in besonderen Situationen erfolgen Evaluation, Interpretation und Ableitung von Maßnahmen in Absprache mit der Schulführungskraft und/oder den Tutorinnen und Tutoren.

 

Einbezug der Mitglieder der Schulgemeinschaft

Wir achten auf einen regelmäßigen Einbezug aller Mitglieder der Schulgemeinschaft (Lehrpersonen, Eltern, Schülerinnen und Schüler…)

 

Evaluationsinstrumente

Wir achten auf den Einsatz geeigneter Evaluationsinstrumente und bedienen uns u.a. der IQES- Plattform.

 

Evaluationszyklus – Qualitätszirkel

Wir achten in der Regel auf vollständige Evaluationszyklen:

Themenwahl - Erhebung - Interpretation - Maßnahmen - Kommunikation - Erhebung… In diesem Zusammenhang ist ein praktikables Ausmaß an Evaluationsvorhaben von besonderer Wichtigkeit.

 

Umgang mit den Daten (Datenschutz)

Wir achten auf einen korrekten Umgang mit den Daten durch Wahrung der Anonymität.

Umgang mit den Ergebnissen von Evaluationen (interne/externe)

Interne Evaluation:

·       Die Ergebnisse werden interpretiert. Es werden Maßnahmen abgeleitet. Hierbei kann auf das Unterstützungsangebot des Bereichs Innovation und Beratung (Päd. Abteilung) zurückgegriffen werden.

·       Ergebnisse und Maßnahmen werden kommuniziert, wobei das WIE der Kommunikation von Fall zu Fall entschieden wird.

·       Die Evaluationsergebnisse finden bei der Erstellung des Dreijährigen Bildungsangebotes Berücksichtigung (Teil B - Entwicklungsplan und Teil C - Schulstellenprogramm).

 

Externe Evaluation:

·       Der Bericht wird im Lehrerkollegium und im Elternrat vorgestellt sowie auf der Homepage veröffentlicht. 

·       Die Interpretation erfolgt im erweiterten Leitungsteam. Hierbei kann das Unterstützungsangebot des Bereichs Innovation und Beratung in Anspruch genommen werden.

·       Die Ergebnisse finden bei der Erstellung des Dreijährigen Bildungsangebotes Berücksichtigung (Teil B - Entwicklungsplan).

Kommunikation der Ergebnisse von Evaluationen und der abgeleiteten Maßnahmen

Die Art der Kommunikation der Ergebnisse und Maßnahmen ist abhängig von den jeweiligen Fragestellungen und den Zielgruppen der Befragung. Grundsätzlich erfolgt die Kommunikation nach innen und/oder nach außen.

Übersicht über durchgeführte Evaluationen

Schulsprengelebene:

·       Die Evaluationsergebnisse werden systematisch geordnet (chronologisch oder thematisch) und gesammelt. Die Ergebnisse der Online-Befragungen (IQES) sind auch auf der Plattform gespeichert.

Schulstellenebene:

·       Die Evaluationsergebnisse werden systematisch geordnet (chronologisch oder thematisch) und gesammelt. Die Ergebnisse der Online-Befragungen (IQES) sind auch auf der Plattform gespeichert.

·       Individuelle Ebene: Die Lehrpersonen im Berufsbildungs- und Probejahr sowie in der Berufseinstiegsphase integrieren die Dokumentation der Evaluation in ihr Portfolio.